Landeskrankenhaus für
Forensische Psychiatrie DIN EN ISO 9001:2000 Olga-Benario-Straße 16 – 18 06406 Bernburg Telefon: 03471/34-4602 Telefax: 03471/34-4668 Im Landeskrankenhaus für Forensische Psychiatrie Bernburg mit 179 Plätzen werden alkoholkranke, polytoxikomane und drogenabhängige Straftäter zur Besserung und Sicherung nach § 64 Strafgesetzbuch (StGB) untergebracht. Diese Form des Maßregelvollzuges wird vom Gericht angeordnet, wenn eine Straftat im ursächlichen Zusammenhang mit der Suchtmittelabhängigkeit des Beschuldigten steht und das Risiko erneuter Straftaten durch eine wirksame Therapie reduziert werden kann. Der im Januar 2001 bezogene Neubaukomplex der Forensischen Klinik Bernburg, wo alkoholkranke Patienten therapiert werden, ist durch hohe Sicherheitsvorkehrungen nach innen und außen geprägt. In einem zweiten Bauabschnitt sind im Jahr 2004 weitere Kapazitäten zur Behandlung drogenabhängiger Patienten entstanden.
Das differenzierte therapeutische Konzept der Klinik geht von einem mehrdimensionalen Ansatz aus. Dementsprechend werden die suchtspezifischen Persönlichkeits- und Verhaltensprobleme stets im Kontext mit sozialen, situativen und anderen individuellen Einflussfaktoren bearbeitet, die das Deliktgeschehen letztlich bedingt haben. Ziel der Behandlung ist es, die Patienten zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung ohne Straftaten zu befähigen. In diesem Sinne trägt die Klinik auch langfristig zu einem wirksamen Schutz der Bevölkerung bei, denn: Menschen, die als gebessert aus dem Maßregelvollzug entlassen werden, sind erheblich seltener rückfällig als Straffällige aus Justizvollzugsanstalten.
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