Pädagogisch-Psychiatrisches Zentrum Uchtspringe
Humboldtstraße 13
39599 Uchtspringe

Telefon: 039325/70-382
Telefax: 039325/70-195
e-Mail: ppz.usp@salus-lsa.de
Leitung: Sigrun Leine
Das Pädagogisch-Psychiatrische Zentrum (PPZ) Uchtspringe ist eine Einrichtung an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie. In den Betreuungsprozess fließen pädagogische, psychologische, psychiatrische und psychotherapeutische Kompetenzen ein.
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Zielgruppe
Kinder und Jugendliche mit manifesten psychischen Störungen und entsprechenden psychiatrischen Diagnosen im Alter zwischen 10 und 21 Jahren,
bei denen eine stationäre Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht mehr bzw. noch nicht ärztlich indiziert ist und
bei denen die unmittelbare Rückkehr bzw. der Verbleib in der Familie aufgrund von Rückfallgefährdungen nicht bzw. noch nicht möglich ist (Vermeidung von „Drehtüreffekten“).
Ausschlusskriterien
akute Psychosen
Suizidgefährung
Drogenabhängigkeit
Ziele und Aufgaben
Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen im PPZ richtet sich auf die Entwicklung von Fähigkeiten und Voraussetzungen für eine sozial und emotional gesunde Persönlichkeitsentwicklung und Lebensgestaltung. Ziel ist die Wiedereingliederung in die Familie oder - soweit dies nicht möglich ist - in ein anderes geeignetes Umfeld (z.B. Internat, Heim, betreutes Wohnen). Dafür gewährleistet das PPZ:
eine sorgfältige Anamneseerhebung (Genogramm) und Diagnostik als Basis für die interdisziplinäre Arbeit;
pädagogische und therapeutische Unterstützung der Kinder und Jugendlichen unter Nutzung der in der stationären Behandlung gewachsenen Beziehungen;
einen „geordneten“ sicheren Platz sowie ein stabiles Umfeld mit stabilen Erwachsenen;
die Kooperation und Auseinandersetzung mit Familiensystemen;
strukturierte Vereinbarungen mit den Diensten der Kinder- und Jugendpsychiatrie (ambulante Weiterbehandlung, Krisenintervention).
Betreuungsphasen
Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen im PPZ gliedert sich in vier Phasen, deren jeweilige Dauer von der individuellen Situation abhängig ist:
Aufnahme– und Eingewöhnungsphase
Stabilisierungs– und intensive Betreuungsphase
Ablösephase
Integrationsphase (ambulant).
Bedingungen
Fachlich-inhaltlich
Das PPZ Uchtspringe arbeitet nach dem systemisch-entwicklungsorientierten Ansatz und nutzt dafür das nachfolgende methodische Spektrum:
Tages-/Wochenstruktur;
Hilfeplanverfahren;
Erziehungsplan;
Arbeit mit der Herkunftsfamilie;
Schulische und berufliche Förderung (alle Schulformen sind in der Region vorhanden und bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen);
Erlebnispädagogische Projektarbeit.
Räumlich
Einzelzimmer; Therapie– und Gemeinschaftsräume; des weiteren können die Therapie– und Freizeitbereiche der Klinik genutzt werden (Sport, Fitness, Basteln, Besuchs- und Übernachtungszimmer u.a.)
Gesetzlich und finanziell
Gemäß SGB VIII §§ 34 ff werden im PPZ Uchtspringe Mädchen und Jungen begleitet und gefördert, die seelisch behindert oder von seelischer Behinderung bedroht sind.
Die Finanzierung erfolgt auf Basis einer mit dem Jugendamt des Landkreises Stendal abgeschlossenen Qualitäts- und Entgeltvereinbarung.
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