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Amtseinführung des neuen Chefarztes für Gerontopsychiatrie Uchtspringe

Blumen und Glückwünsche für Andreas Gewandt anlässlich seiner Amtseinführung als Chefarzt.

Im Salus-Fachklinikum Uchtspringe fand am 21. Februar 2019 die feierliche Amtseinführung des Chefarztes der Klinik für Gerontopsychiatrie (Alterspsychiatrie) statt. In die Position berufen wurde der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Andreas Gewandt, der die chefärztliche Verantwortung bislang kommissarisch wahrnahm und sich intensiv in die damit verbundenen Herausforderungen eingearbeitet hat. Der erfahrene Mediziner ist seit 2012 im Fachklinikum Uchtspringe tätig. Hier gestaltete er u.a. maßgeblich den Aufbau einer Station zur Behandlung von Traumafolgestörungen und leitete die Psychiatrische Institutsambulanz. Anschließend war er leitender Oberarzt und zuletzt kommissarischer Chefarzt der Gerontopsychiatrie. Geschäftsführung, Krankenhausleitung sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen wünschten ihm für die verantwortungsvolle Aufgabe gutes Gelingen und Freude.
 
Andreas Gewandt ist in Halle geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur wurde er Sanitätsoffiziersanwärter bei der Bundeswehr und nahm ein Medizinstudium an der Universität Halle auf, das er im Jahr 2000 erfolgreich abschloss. Anschließend war er als Arzt im Praktikum am Bundeswehrkrankenhaus Berlin in den Abteilungen Chirurgie, Psychiatrie und Neurologie tätig. Seinen beruflichen Werdegang setzte Andreas Gewandt als Truppenarzt und Sanitätsstabsoffizier fort, wobei er u.a. am Gefechtsübungszentrum der Bundeswehr in Letzlingen tätig war. Im Zuge seiner klinischen Weiterbildung, die 2012 in den Abschluss als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mündete, erwarb sich der Mediziner – so u.a. in Uchtspringe, Hamburg und Berlin – suchtmedizinische und psychotraumatologische Spezialkenntnisse. Bevor Andreas Gewandt seine militärische Karriere nach 20 Jahren  beendete, widmete er sich am Bundeswehr-Zentrum für Psychotraumatologie Berlin  u.a. der Arbeit mit Angehörigen von Soldaten mit einsatzbedingten psychischen Erkrankungen. Da der Psychotraumatologie sein besonderes Interesse gilt, publizierte er zu diesen Themen bereits zahlreiche Fachbeiträge. Andreas Gewandt lebt  mit seiner Familie in der Altmark und ist seit 2012 im Salus-Fachklinikum Uchtspringe tätig.   Hier gestaltete er u.a. maßgeblich den Aufbau einer Station zur Behandlung von Traumafolgestörungen und leitete die Psychiatrische Institutsambulanz. Anschließend war er leitender Oberarzt und zuletzt kommissarischer Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie. 
Zu den spezifischen Weiterbildungen des engagierten Facharztes gehört der Abschluss als EMDR-Therapeut (EMDRIA Europa Zertifikat). EMRD ist eine hoch wirksame Psychotherapie-Methode, um Posttraumatische Belastungsstörungen zu behandeln.

Die Gerontopsychiatrie - ein Fachgebiet mit wachsender Bedeutung
Die Gerontopsychiatrie (abgeleitet von griechisch „géron“- Greis) befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung wächst die Bedeutung dieses Fachgebiets, denn: Prognosen zufolge wird Sachsen-Anhalts Bevölkerung in 20 Jahren die älteste in ganz Europa sein. Der Anteil der über 65-Jährigen steigt von heute 24,2 auf 36 Prozent im Jahr 2030. Die häufigsten Erkrankungen, die gerontopsychiatrisch behandelt werden, sind die degenerativen Demenzerkrankungen (u.a. Alzheimer’sche Erkrankung), Depressionen, aber auch Psychosen, Anpassungsstörungen nach Verlusterleben sowie Angsterkrankungen. Der moderne Komplex des Salus-Fachklinikums Uchtspringe zur Behandlung psychisch kranker Menschen im höheren Lebensalter verfügt über zwei Stationen mit insgesamt 40 Betten.  Neben einer modernen Pharmakotherapie kommt ein nicht-medikamentöses Komplexprogramm zur Anwendung, das auf Mobilisierung, Stärkung der Alltagskompetenzen und damit auf ein Plus an Lebensqualität zielt.