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Fortsetzung der Stendaler Gespräche: Was die Psyche bewegt

Hansestadt Stendal. Bestärkt durch den Besucherzuspruch im zurückliegenden Jahr, setzt das Salus-Fachklinikum Uchtspringe die Stendaler Gespräche „Was die Psyche bewegt“ auch 2019 fort. Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, den 26. Februar 2018, um 17.00 Uhr statt. Angehörige und Freunde psychisch kranker Menschen sowie Besucher mit allgemeinem Interesse sind dazu in die Stadtseeallee 1 eingeladen.  Themenschwerpunkt ist diesmal die Erkennung, Behandlung und alltagsbezogene Bewältigung von demenziellen Erkrankungen. In das Programm bringen sich Experten aus Medizin, Fachtherapie und Pflege des Salus-Fachklinikums Uchtspringe ein. Dabei wird auch auf Fragen und Probleme der Besucher eingegangen. Der Eintritt ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung im Vorfeld gebeten (E-Mail: n.abrams@salus-lsa.de, Telefon: 03931 49319-41). Weitere Informationen und Veranstaltungstermine unter www.salus-lsa.de.

Im Rückblick auf das erste Veranstaltungsjahr der Stendaler Gespräche, die seit Januar 2018 stattfinden, zieht die Ärztliche Direktorin Dr. Michaela Poley eine positive Bilanz: „Das große Interesse hat uns gefreut und in der Überzeugung bestätigt, dass die Vermittlung fachlicher Inhalte ohne Fachchinesisch offene Ohren findet.“ Besonders groß sei das Interesse am Austausch bei jenen Menschen, die die Alltagsbewältigung und Gesundung ihrer psychisch kranken Angehörigen oder Freunde hilfreich unterstützen wollen.

„Unser Anliegen ist es, Angehörige zu Verbündeten im Behandlungsprozess zu machen“, erklärt  Oberärztin Viktoria Rademeier-Andris, die fachärztlich im Team der Psychiatrischen Behandlung Zuhause (PBZ) arbeitet und die intensiven Kontakte mit nahestehenden Bezugspersonen der Patienten schätzt. „Informierte Angehörige sind Co-Therapeuten, deren Bedeutung nicht hoch genug bewertet werden kann. Schließlich sind sie es, zu denen der Kranke den zeitlich ausgedehntesten und emotional intensivsten Kontakt hält. Therapeutische Fortschritte hängen oft auch mit der einfühlsamen Mitwirkung von Angehörigen und Freunden zusammen.“

Die Stendaler Gesprächsreihe „Was die Psyche bewegt“  zielt darauf, Betroffene und deren Angehörige zu unterstützen. Zugleich sollen  Interessenten erreicht werden, die sich über präventive, diagnostische und therapeutische Wege zur seelischen Gesundheit informieren und austauschen wollen. Zum Vormerken: Die nächsten Veranstaltungen sind am 16. April 2019 zur Borderline-Persönlichkeitsstörung, am 18. Juni 2019 zur Bipolaren Störung, am 17. September 2019 zu Angsterkrankungen sowie am 19. November 2019 zu Depressionen geplant. Beginn ist jeweils um 17 Uhr in der Stendaler Stadtseeallee 1. 

Kurz informiert: Demenz
Demenzielle Erkrankungen sind u.a. gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilsvermögens.  Viele Symptome werden anfangs als Teil des normalen Alterungsprozesses missdeutet oder verdrängt, so z.B. die Vernachlässigung sozialer Kontakte, Vergesslichkeit, Misstrauen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen. Da Alter das größte Risiko für eine Demenzer-krankung ist, hat die Früherkennung vor allem im Hinblick auf die immer älter werdende Bevölkerung zentrale Bedeutung, denn: In den frühen Stadien sind die therapeutischen Möglichkeiten am besten. So kann der Verlauf  mit einer adäquaten Behandlung um Jahre hinausgezögert und ein großes Stück Lebensqualität gewonnen werden.  
Demenzielle Veränderungen können viele Ursachen haben, wobei die Alzheimer-Krankheit die häufigste ist - etwa 70 Prozent aller Demenzen werden durch sie hervorgerufen. Allerdings steckt nicht hinter jeder Verwirrt-heit oder anderen kognitiven Fehlleistung eine Demenz. Ebenso können zum Beispiel ein Mangel an Vitamin B 12, Hormonstörungen, eine Depression oder auch die Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten ursächlich sein.

Den Terminüberblick zu den Stendaler Gesprächen finden Sie auch im nachfolgenden Flyer.