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Neuer Chefarzt in der Bernburger Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Blick auf die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Bernburg.
Chefarzt Tilo Kranepohl

Bernburg. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und  -psychotherapie des Salus-Fachklinikums Bernburg hat einen neuen Chefarzt. In die Position berufen wurde der 45jährige Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie Tilo Kranepohl. Der gebürtige Dessauer war bislang als leitender Oberarzt tätig und nahm die chefärztliche Verantwortung stellvertretend wahr. Tilo Kranepohl tritt die Nachfolge der langjährigen Chefärztin Dr. Edeltraud Dögel an, die Ende Oktober 2018 in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Kranepohl eine Persönlichkeit für diese Schlüsselposition gewinnen konnten, die hohe fachliche Kompetenz, vielfältige Praxiserfahrungen und ein teamorientiertes Führungsverständnis einbringt“, erklärt Hans-Joachim Fietz-Mahlow, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding GmbH. „Damit werden auf Basis der bisherigen Arbeit die Weichen gestellt, um die Bernburger Kinder- und Jugendpsychiatrie zukunftsfähig weiter zu entwickeln und  wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden.“ Die stellvertretende Chefarzt-Position nimmt fortan der langjährig erfahrene, abteilungsleitende Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr.  Olaf Latuscysnki wahr.

Tilo Kranepohl begann seinen beruflichen Werdegang mit einer Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger und erwarb auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur. Anschließend studierte er an der Martin-Luther-Universität Halle Humanmedizin, das er im Jahr 2004 mit dem Staatsexamen erfolgreich abschloss. Seine Facharztausbildung absolvierte der Mediziner im Salus-Fachklinikum Bernburg, flankiert durch die psychotherapeutische Weiterbildung am Institut für Verhaltenstherapie Brandenburg. Nach dem erfolgreichen Abschluss arbeitete Tilo Kranepohl zunächst als Oberarzt im klinischen und ambulanten Bereich der Bernburger Kinder- und Jugendpsychiatrie, bevor er dann für fünf Jahr in Dessau sein berufliches Wirkungsfeld fand. Hier war er am Städtischen Klinikum tätig, u.a. als leitender Facharzt des Sozialpsychiatrischen Zentrums und Konsiliararzt der pädiatrischen Abteilung.
Inzwischen ausgestattet mit der Weiterbildungsbefugnis für die Facharztausbildung sowie verhal-tenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Zusatzqualifikationen, kehrte Tilo Kranepohl im Sommer 2017 als Oberarzt ins Salus-Fachklinikum Bernburg zurück. Die Übernahme der chefärztli-chen Verantwortung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sieht der erfahrene Experte als interessante Herausforderung, der er sich gern stellt: „Ich schätze die multiprofessionelle Zusammenarbeit im Team ebenso wie die Gestaltungsmöglichkeiten bei der weiteren Profilierung der klinischen Konzepte sowie der Fort- und Weiterbildung.“ Große Bedeutung misst der Vater von fünf Kindern, der mit seiner Familie in der Region verwurzelt ist, auch der engen Kooperation mit Schulen, Sozialeinrichtungen, Behörden und anderen Institutionen zu: „Eine Therapie bei uns kann oft nur den Anfang eines längeren Weges ebnen. Damit sich die Patienten und deren Familien anschließend weiter stabilisieren und ihre Ressourcen nutzen können, ist individuelle Unterstützung, Beratung und Bestärkung notwendig.“

Kurz informiert
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie des Salus-Fachklinikums Bernburg verfügen insgesamt über 60 stationäre Betten und 42 Tagesklinik-Plätze. Behandelt werden Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei bis zu 18 Jahren, die zum Beispiel unter emotionalen Störungen, unter dem hyperkinetischen Syndrom mit all seinen Folgeerscheinungen, akuten Stressreaktionen und Anpassungsstörungen, Psychosen, Entwicklungs-, Persönlichkeits- und Lernstörungen leiden. Die Therapiekonzepte sind multimodal ausgerichtet, wobei verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze eine große Rolle spielen. Ergänzt wird das stationäre und tagesklinische Spektrum durch ambulante Angebote in den Institutsambulanzen sowie in den Medizinischen Versorgungszentren der Salus-Praxis.