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Unterstützung – Begleitung - Bestärkung:

Das Team der Ambulanten Psychiatrischen Pflege

Hansestadt Stendal/OT Uchtspringe. Der vor drei Jahren eröffnete Ambulante Psychiatrische Pflegedienst (APP) des Salus-Fachklinikums Uchtspringe wird von Patienten in der Altmark sehr gut angenommen. Wie Pflegedienstleiter Andreas Lange informiert, hat das Team seit April 2013 über 360 psychisch kranke Menschen versorgt und für eine bessere Bewältigung ihres Lebensalltags bestärkt. Am häufigsten haben die behandelnden Haus- und Fachärzte diese aufsuchende Versorgungsform bislang Patienten verordnet, die unter Depressionen, demenziellen Erkrankungen oder Psychosen litten. Vielfach war dies im Anschluss an eine stationäre Krankenhausbehandlung notwendig, um die dort erzielten Therapieerfolge auch nach der Rückkehr in die Häuslichkeit zu sichern. Vor drei Jahren waren zunächst fünf Fachkrankenschwestern und –pfleger im Einsatz, um die zwischen Stendal, Osterburg, Gardelegen und Salzwedel wohnhaften Patienten zu versorgen. Aufgrund des hohen Bedarfs wurde das APP-Team im Oktober 2015 um eine weitere Mitarbeiterin aufgestockt. Besonders auffällig war im vergangenen Jahr die rasche Zunahme von Verordnungen bei Demenzerkrankungen.


„Der aufsuchende Brückenschlag von Uchtspringe in die Region hat sich als richtig erwiesen“, resümiert Andreas Lange. Der erfahrene Fachkrankenpfleger leitet den Ambulanten Psychiatrischen Pflegedienst von Anbeginn. Salus war seinerzeit der erste Träger in Sachsen-Anhalt, der diese Leistung etabliert hat. „Wir sind inzwischen gut in das Versorgungssystem integriert“, freut sich Herr Lange über den Erfolgskurs. „Die direkte Unterstützung im familiären und sozialen Umfeld trägt nachhaltig dazu bei, stationäre Aufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen.“ Besonders geschätzt werde von den Patienten und Angehörigen, dass ihnen im gesamten Behandlungsverlauf eine feste Bezugspflegekraft zur Seite steht: „Diese Kontinuität in der Betreuung trägt wesentlich zu einer vertrauensvollen Beziehung bei.“ Auch die Möglichkeit zur Nutzung der 24stündigen Rufbereitschaft in Krisenfällen werde als äußerst hilfreich empfunden.
Den Arbeitsalltag in der Ambulanten Psychiatrischen Pflege beschreibt Andreas Lange als sehr vielfältig und an der individuellen Situation des Patienten orientiert: „Die Erarbeitung von Lösungen zur Bewältigung seelischer Krisen, die Tages- und Wochenstrukturierung, das Training lebenspraktischer Fähigkeiten, die Anleitung zum richtigen Umgang mit Medikamenten, Gedächtnistraining oder auch die Begleitung zum Arzt sind nur einige Beispiele, wie die Hilfe konkret aussehen kann.“ Dabei werde großer Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Angehörigen und anderen Bezugspersonen des Patienten gelegt. „Häufig fühlen sie sich mit alltäglichen Problemen und Fragen im Umgang mit dem Kranken unsicher, mitunter auch alleingelassen. Das Bedürfnis nach Information und sozialen Kontakten ist groß. Aufgrund dieser Erfahrung haben wir im vergangenen Jahr auch erstmals ein Treffen für pflegende Angehörige organisiert, das auf Anhieb gut angenommen wurde.“ Deshalb werde es 2016 eine weitere Veranstaltung dieser Art geben.

Kontaktmöglichkeit zur Ambulanten Psychiatrischen Pflege:
Telefon: +49 39325 70-7070 und E-Mail:app@salus-lsa.de

Kurz informiert

Der Ambulante Psychiatrische Pflegedienst (APP) des Salus-Fachklinikums Uchtspringe ist eine hoch spezialisierte Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die im vertrauten Lebensumfeld der Patienten stattfindet. Dadurch sollen Krankenhausbehandlungen vermieden oder verkürzt werden. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Patienten zu fördern und sie für die Bewältigung ihres Lebensalltags zu bestärken. Salus ist der einzige Träger in der Altmark, der die
Ambulante Psychiatrische Pflege anbietet. Verordnen kann der behandelnde Haus- oder Facharzt die Ambulante Psychiatrische Pflege bei 32 fachärztlich abgesicherten Diagnosen. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Formen der Demenz, affektive Störungen und psychotische Erkrankungen. Nach einer Erstverordnung von 14 Tagen zur Erarbeitung der Pflegeakzeptanz und zum Beziehungsaufbau kann die Behandlung bis zu vier Monate fortgesetzt werden. Es sind maximal 14 Hausbesuche pro
Woche vorgesehen, wobei je nach Genesungsfortschritt eine abnehmende Frequenz angestrebt wird. Neben der Unterstützung im häuslichen und sozialen Umfeld fungieren die ambulanten fachpsychiatrischen Pflegekräfte auch als Netzwerker zu anderen medizinischen und psychosozialen Angeboten in der Region fungieren.