Fort- und Weiterbildung

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Am 4. November im Blickfeld: Drogen-bezogene Störungen und Leitlinien zur Therapie

Gemäß ICD 10 F10-F19 können viele psychotrope Substanzen Abhängigkeitserkrankungen und substanzbezogene Störungen erzeugen. Dies sind zum einen die in unserer Gesellschaft legal vorhandenen Substanzen wie Alkohol, Tabakrauchen und einige Medikamente sowie auf der anderen Seite die illegalen Substanzen („Drogen“), wie das Opiat Heroin, die Psychostimulantien (Kokain und Amphetamine), Cannabis und die große Anzahl von neuen synthetischen psychoaktiven Substanzen (NPSG). Zusätzlich gibt es den Konsum von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die auch auf dem Schwarzmarkt zu erwerben sind, wie Hypnotika und Tranquillantien, Psychostimulantien, wie z.B. Methylphenidat oder diverse Opioidanalgetika. In dem Beitrag wird ein Überblick über die drogenbezogenen Störungen und deren Therapie gegeben und besonders auf die aktuelle AWMF S3-Leitlinie zur Therapie Metamphetamin bezogener Störungen eingegangen werden.

Die Referentin Frau Prof. Dr. Ursula Havemann-Reinecke ist Dipl.-Biologin, Fachpharmakologin, Ärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie Professorin für Psychiatrie. Nach 13 Jahren Suchtforschung zu Wirkungen von Opioiden am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin Göttingen und anschließender klinischer Tätigkeit in Neurologie und Psychiatrie leitete sie von 2002 -2016 den Bereich Suchtmedizin der Universitätsmedizin Göttingen und bis Ende 2019 weiterhin die Substitutionsambulanz zur Behandlung Opiatabhängiger sowie die Suchtforschung. Von 2003 bis 2019 war sie mit einem Cannabis-Projekt im Center of Molecular Biology of the Brain, Exzellenzcluster und DFG-Forschungszentrum der Universität Göttingen tätig und forscht weiterhin auf diesem Gebiet. Seit 2020 arbeitet sie in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universität Göttingen als Senior Scientist. Sie ist Mitautorin der S3-Leitlinien Medikamentenbezogene Störungen unter Federführung der DGPPN und der Deutschen Gesellschaft für  Suchtforschung und Therapie.  Davor war sie auch an der Erstellung der S3-Leitlinien sowohl zu Alkohol- als auch Crystal Meth-bezogenen Störungen beteiligt. Sie leitet das Referat Abhängigkeitserkrankungen der DGPPN und ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie

Hinweise:
Für die Veranstaltung werden von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt 2 Fortbildungspunkte vergeben
Die Teilnehmerzahl ist zur Einhaltung der aktuellen   Abstands– und Hygieneregeln begrenzt, eine Anmeldung mit Angabe der persönlichen Kontaktdaten erforderlich unter E-Mail: b.bogerts@salus-lsa.de
Rückfragen an: Salus-Institut, Prof. Dr. Bogerts; Telefon: 0391 60753-397

Referentin: Prof. Dr. Ursula Havemann-Reinecke, Göttingen
Veranstaltungsort: Salus gGmbH, Fachklinikum Bernburg, Haus "Neuendorff"

Datum und Uhrzeit:
am  04.11.2020
15:00 Uhr