Termine

Fort- und Weiterbildung

"Muss das so laut sein?" - Aktuelles aus Wissenschaft und Praxis der Musiktherapie

Am Mittwoch, dem 15. April 2020, findet von 13 bis ca. 18.30 Uhr im Gesellschaftshaus des Salus-Fachklinikums Uchtspringe ein musiktherapeutisches Symposium statt. Unter der etwas provokanten Fragestellung „Muss das so laut sein?“ werden aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis der modernen Musiktherapie vorgestellt. Gastgeber ist die Klinik für Psychotherapeutische Medizin Psychosomatik und Suchtmedizin unter chefärztlicher Leitung von Dr. Cornelia Ulrich. Fachleute aus Medizin, Fachtherapie und Pflege sind ebenso herzlich willkommen wie andere Interessenten, die musiktherapeutische Wirkfaktoren und Methoden näher kennenlernen wollen. Anmeldungen sind telefonisch unter der Nummer 039325 70-4065 oder per E-Mail an h.schulze@salus-lsa.de möglich. Das detaillierte Programm kann nachfolgend als Download-Datei werden. Der Eintritt ist frei.

In das Vortragsprogramm bringen sich renommierte Referentinnen ein: Mit Prof. Dr. Susanne Metzner kommt eine Wissenschaftlerin nach Uchtspringe, die den Masterstudiengang Musiktherapie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg leitet. Sie wird auf die lindernden Wirkfaktoren der Musiktherapie bei chronischem Schmerz eingehen. Anschlie-ßend wendet sich die Psychologische Psychotherapeutin und Diplom-Musikerzieherin Elke Wünnenberg dem „Singen als Gesundheitserreger“ zu.  Die Therapeutin  aus Wiesbaden ist Vorstandsvorsitzende der Initiative "Singende Krankenhäuser e.V." und setzt sich dafür ein, heilsame und belebende Sing-Angebote im Gesundheitssystem zu verbreiten.
Neben theoretischen Aspekten bietet das Symposium einen Praxisteil in Form von Workshops an. Hier kann man in Interaktion mit Prof. Dr. Susanne Metzner sowie den Uchtspringer Musiktherapeutinnen Jana Dembinsky, Sabrina Helmholz und Aelita Siedentop selbst einige Methoden ausprobieren.

Zum fachlichen Hintergrund des Symposiums gehört, dass es in den letzten Jahren sowohl im Forschungsbereich als auch in der musiktherapeutischen Methodenvielfalt bedeutsame Entwicklungen gab. „Uns stehen jetzt neurowissenschaftliche Untersuchungen auch in bildgebender Form zur Verfügung, die u.a. morphologische Veränderungen im Verlauf des the-rapeutischen Prozesses belegen“, erklärt die gastgebende Chefärztin Dr. Cornelia Ulrich und meint:  „Spannender kann es nicht sein!“ Diese Begeisterung zu teilen und die Musiktherapie als wissenschaftlich fundierte Fachdisziplin noch weitaus höher zu schätzen, gehöre zum  Anliegen des Symposiums. Angesprochen seien insbesondere auch Skeptiker, die im therapeutischen Umfeld manchmal etwas genervt  fragen: Muss das so laut sein? „Natürlich  muss Musiktherapie nicht immer laut sein. Sinnvoll eingesetzt, können aber auch kraftvolle Rhythmen hilfreich sein“, weiß die Chefärztin der Uchtspringer Klinik für Psychosomatik, Psychotherapie und Suchtmedizin.

Datum und Uhrzeit:
am  15.04.2020
13:00 Uhr