Informationen und Gespräche

Parkinson-Tag am 4. März 2020 im Salus-Fachklinikum Uchtspringe

Parkinson-Syndrome erfordern eine differenzierte Diagnostik und Behandlung, die in der Uchtspringer Klinik für Neurologie und Schlafmedizin angeboten wird.

Uchtspringe. Zu einem Parkinson-Tag wird am Mittwoch, dem 4. März 2020, von 14 bis ca. 17 Uhr ins Gesellschaftshaus des Salus-Fachklinikum Uchtspringe (Harro-Wendt-Platz) eingeladen. Betroffene Patienten und deren Angehörige sind ebenso herzlich willkommen wie Fachleute, die an der Behandlung, Pflege und Beratung von Menschen mit Parkinson-Syndrom beteiligt sind.

Auf dem Programm stehen vier Fachvorträge. Neben Therapieoptionen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung werden sozialmedizinische Beratungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie sie z.B. bei Beantragung bedarfsgerechter Versorgungsleistungen hilfreich sind. Des weiteren geht es um spezielle Schlafstörungen, die mit dem Parkinson-Syndrom einher gehen können. Der abschließende Vortrag ist den pharmakologischen Eigenschaften und Interaktionen von Medikamenten gewidmet, die in der Parkinson-Behandlung  häufig zum Einsatz kommen. Als Referentinnen bringen sich die Abteilungsleitende Ärztin Christine Wedekind, Sozialarbeiterin Friederike Dippner, die Leiterin des schlafmedizinischen Labors Dipl.-Psych. Sabine Feldmann sowie Chefapothekerin Diane Schulz ein. Im Anschluss an das Vortragsprogramm besteht Gelegenheit für Rückfragen und Diskussion.
Die Veranstaltung ist als Forum der Begegnung und des Austausch für therapeutisch tätige Berufsgruppen, Parkinson-Betroffene und ihre Angehörigen konzipiert. Gastgeber ist die Klinik für Neurologie und Schlafmedizin unter chefärztlicher Leitung von MUDr. Detlev Böhm. Anmeldungen zum Parkinson-Tag sind bis zum 2. März 2020 möglich (Telefon: 039325 70-4065; E-Mail: k.koch@salus-lsa.de). Das detaillierte Programm ist nachfolgend als Download-Datei abrufbar.  Der Eintritt ist frei.

Kurz informiert
Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, bei der die Gehirnzellen in einem bestimmten Abschnitt zunehmend ihre Funktion verlieren. Diese Zellen produzieren normalerweise den Botenstoff Dopamin, der an Schaltstellen unseres Gehirns eine wichtige Aufgabe hat: Er überträgt Nervenim-pulse, die zur Koordinierung der Bewegungsabläufe notwendig sind. Wenn diese  Signalübertragung gestört ist, geht also Kontrolle über die Muskulatur verloren - viele Verrichtungen werden durch Bewegungsverlangsa-mung, Zittern, Haltungs- und Gehstörungen stark beeinträchtigt.
Warum die Gehirnzellen nach und nach ihren Dienst versagen, ist bislang noch weitgehend unbekannt. Vermu-tet wird eine Kombination aus mehreren Ursachen, wobei Vererbung im engeren Sinne bisher nur eine kleine Gruppe betrifft. Es sind gegenwärtig noch keine vorbeugenden Maßnahmen möglich. Daher muss alle Aufmerk-samkeit der frühzeitigen Erkennung und Therapie gelten, denn: Der gestörte Botenstoff-Haushalt lässt sich medikamentös wirkungsvoll beeinflussen und der Krankheitsverlauf in Kombination mit einer parkinson-spezifischen Förderung der Motorik um Jahre hinauszögern. 
Der Uchtspringer Parkinson-Schwerpunktbereich gehört zur Klinik für Neurologie und Schlafmedizin, wobei das Team interdisziplinär mit anderen Abteilungen des Hauses zusammenarbeitet. Physio-, Ergo-, Sport- und Musiktherapeuten sind an der fachärztlich geleiteten Behandlung ebenso beteiligt wie Logopäden, Psychologen, Sozialarbeiter und weitere Berufsgruppen.  Eine Besonderheit der Parkinson-Behandlung in Uchtspringe liegt darin, dass neurologische, internistische und gerontopsychiatrische Kompetenzen eng miteinander vernetzt sind. Dies kommt vor allem älteren Patienten zugute, die neben dem Parkinson-Syndrom von weiteren Erkran-kungen betroffen sind, so zum Beispiel von demenziellen Störungen, Depressionen oder Herz-Kreislaufproblemen. 
Parkinson-Syndrome erfordern eine differenzierte Diagnostik und Behandlung, die in der Uchtspringer Klinik für Neurologie und Schlafmedizin angeboten wird. 

Datum und Uhrzeit:
am  04.03.2020
14:00 Uhr