Ausstellungen

Information und Aufklärung über psychische Erkrankungen. Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und der Psychiatrie. Aufarbeitung von traditionsreicher und wechselvoller Krankenhausgeschichte. Präsentation junger bildender Kunst. Das Themenspektrum der Ausstellungen bei Salus ist vielfältig.  Es reicht von „Dämonen und Neuronen“ bis hin zu phantasievollen „Farbwelten“.

Dämonen & Neuronen

Psychische Störungen sind so alt wie die Menschheit - und ebenso alt sind die Vorurteile, Unwissenheit und Ängste, die trotz der enormen medizinischen Fortschritte noch immer in vielen Menschen verankert sind. Auch wenn wir heute wissen, dass Krankheiten der Seele weder eine Strafe der Götter noch der Fluch böser Geister sind, so treten wir Betroffenen nicht selten mit großen Vorbehalten gegenüber. Aber warum? Wieso begegnen wir Krankheiten des Geistes weitaus befangener als denen des Körpers? Dabei ist die Wahrscheinlichkeit einer psychischen Erkrankung kaum geringer als die einer physischen. Laut WHO erfolgt weltweit jeder vierte Arztbesuch aufgrund eines psychischen Leidens. Allein in Deutschland tragen 25 % der Krankschreibungen eine solche Diagnose; bei den Ursachen für Krankenhauseinweisungen belegen psychische Störungen sogar die ersten vier Plätze. Nicht ohne Grund zählen Depressionen zur Volkskrankheit Nr. 1. 

Die Ausstellung "Dämonen und Neuronen" lädt deshalb zu einer Reise ein. Einer Reise, die vom Verständnis und der Behandlung psychischer Erkrankungen in verschiedenen Epochen, Kulturen und Religionen erzählt. Die den langen Weg von der "Besessenheit" zum heutigen Verständnis psychischer Erkrankungen mit ihren Perspektiven aufzeigt. Die ausgewählte Symptome, Diagnosen und Therapien aus der Sicht von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten vorstellt. Einer Reise, die an ihrem Ende hoffentlich ihr Ziel erreicht hat: Mehr Wissen, besseres Verständnis und höhere Akzeptanz für die Krankheiten des Kopfes.

Einen virtuellen Rundgang durch unsere Ausstellung sowie Informationen zur Tour und Buchung finden Sie hier

Vom Gut Modderkuhl zum Fachklinikum

Die Ausstellung »Vom Gut Modderkuhl zum Fachklinikum« in der Uchtspringer Kirche zeigt gleichsam exemplarisch am Beispiel von Uchtspringe die Geschichte der Krankenhauspsychiatrie in Deutschland seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Kirche – die 1892 als integrativer Bestandteil der damaligen Heil- und Pflegeanstalt geplant und gebaut wurde – ist zu einem Besucherzentrum umgestaltet worden. Sie beherbergt diese Ausstellung seit September 2011. Neben einem Einführungsfilm informiert sie über die bauliche und die therapeutische Geschichte von Uchtspringe, stellt die bedeutendsten Ärztlichen Direktoren vor und setzt sich in einem Gedenkraum für die während des Nationalsozialismus getöteten Patienten mit dem düsteren Kapitel der sogenannten »Euthanasie« auseinander.

Um diese Dauerausstellung etwas näher anzuschauen, können Sie den Virtuellen Rundgang besuchen.*
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Kunst der Burg Halle

Die „Tiefen“ entdecken: 19. Ausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule im Salus-Gebäude Magdeburg

Magdeburg-Sudenburg. Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle haben im Salus-Gebäude Magdeburg (Seepark 5) eine neue Ausstellung gestaltet. Sie zeigen 80 Werke aus ihrem bildkünstlerischen Schaffen, darunter textile Arbeiten und Leinwandmalerei. Unter dem Thema „Tiefen“ werden Einblicke in das Wirken zwischen Farbraum und Landschaft vermittelt. Öffentlich zugänglich sind die „Tiefen“ bis November 2016 montags bis freitags jeweils von 10.00 bis 15.00 Uhr. Besuchergruppen werden um vorherige Anmeldung gebeten – telefonisch unter 0391 60753-36 oder per Mail unter m.baum@salus-lsa.de. Es besteht die Möglichkeit, Kunstwerke käuflich zu erwerben.

Kuratorinnen der Ausstellung „Tiefen“ sind Duygu Boulouednine aus Istanbul und die gebürtige Rostockerin Susanne Henny Kolp. Beide studieren an der Burg Halle in der Klasse Malerei und Textile Künste von Professor Reimkasten. Ihre Beweggründe und Intentionen zur Ausstellung beschreiben sie so: „Farben sind Raum. Wie im blauen Rauch zu stehen oder im Rot zu tauchen, die Linie fehlt nicht, um Raum zu sein. Tiefe in der Fläche, soviel der Betrachter ihr gibt. ln der aktuellen Ausstellung möchten wir die Besucher dazu einladen, Einblicke in das Wirken zwischen Farbraum und Landschaft zu erfahren. Beteiligt sind sieben Künstlerinnen und Künstler, die sich auf verschiedenste Weise einem möglichen Raum, einer Sphäre oder Landschaft nähern.“

Mit der Ausstellung „Tiefen“ wird die im Jahr 2006 aufgenommene Kooperation zwischen der Salus gGmbH und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle fortgesetzt. Seitdem zeigen im halbjährigen Turnus junge Künstlerinnen und Künstler der Klasse Malerei/Textile Künste (Prof. Reimkasten), Gäste aus anderen Klassen des Fachbereiches Kunst und Absolventen ihre Arbeiten. Der nunmehr 18. Ausstellung vorausgegangen sind unter anderem „Gute Zeichen, schlechte Zeiten“, „nah & fern“, „Die Farbe hat mich“, „7ieben“, „Ein Weltbild zum Mitnehmen“, „Dekaden des Lenz“, „Ménagerie de l’art“, „Echo“, „Die Gedanken sind frei – Motive zur Romantik“, „Babel“, „Auch das Schöne“ und zuletzt „Farbwelten“. Reizvoll als Ausstellungsort ist das Gebäude im Magdeburger Seepark 5 aufgrund der Mischung aus lichtdurchflutetem Treppenhaus, verwinkelten Gängen und großen Konferenzräumen. Die Studierenden nutzen diese Plattform, um gemeinsam große Gruppenausstellungen zu kuratieren. Den Mitarbeitern und Besuchern der Salus gGmbH wird damit ein spannendes und abwechslungsreiches Kulturangebot offeriert.

Liste der Exponate als Download herunterladen.

Monique Baum
Personalentwicklung

Salus gGmbH

Telefon:
+49 391 60753-0

Fax:
+49 391 60753-33

Seepark 5
39116 Magdeburg