Seele im Alltag

Der ganz normale Alltag kann uns hin und wieder vor Herausforderungen stellen: Manchen sind wir gewachsen, andere erscheinen uns unlösbar. Hier erfahren Sie mehr zum Umgang mit seelischen Belastungen und erhalten spannende Einblicke zu Themen rund um die psychische Gesundheit.

Leben im Alter

Was Vater braucht

von Bianca Kahl

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Wenn ein Mensch an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz erkrankt, sind Familienangehörige und Freunde mitbetroffen. Häufig fühlen sie sich mit alltäglichen Problemen und Fragen des Umgangs unsicher und allein. Experten raten: Wichtig ist es, sich gut über die Erkrankung zu informieren und in die Situation des Kranken einzufühlen.

Es war Johannes K., der als erster bemerkte, dass mit seinem Vater etwas nicht stimmte. Seine Eltern waren seit über 50 Jahren verheiratet. Die schleichenden Veränderungen nahm die Mutter nicht als Alarmzeichen wahr. Sie hatte sich schon daran gewöhnt, dass ihr Mann kaum noch auf ihre Fragen reagierte und schnell aggressiv wurde. Schusselig sei er schon [...]

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Kindheit und Jugend

Wenn Philipp zappelt und trotzt: Schlecht erzogen oder krank?

von Edda Gehrmann

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Auf der einen Seite: Extrem herausfordernde Kinder, die unter ständiger Ablehnung leiden. Verzweifelte Eltern am Ende ihrer Kraft. Und eine Diagnose, die alles ändern könnte, weil es Hilfe gibt: ADHS. Auf der anderen Seite: Skeptiker, die Symptome als kindgerecht originelles Verhalten interpretieren. Oder vom Resultat schlechter Erziehung und der reizüberfluteten Leistungsgesellschaft sprechen. Was also tun mit dem „ Zappelphilipp “?

Oh nein, da kommt wieder die Frau mit diesem Kind. Die Mutter kann inzwischen die Gedanken der anderen lesen. Auf der Wiese im Schwimmbad bildet sich eine „Sicherheitszone“ um sie und ihren Sohn. Auf dem Spielplatz setzt Aufbruchstimmung ein, wenn sie sich [...]

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Kindheit und Jugend

Wenn Kinder rauchen, darf es nicht qualmen.

von Bianca Kahl

Wie Nicole M. ihrer Tochter hilft, von Zigaretten loszukommen.
Was in der Grundschule in der Regel noch kein Thema ist, wird ab der fünften Klasse oft zum Problem: Kinder, die rauchen. Bis zu einem Alter von etwa elf bis 13 Jahren empfinden viele Kinder den Geruch von Zigarettenrauch als abstoßend – und haben Recht damit. Es ist die beste Zeit, um die Kinder in ihrer ablehnenden Haltung zu bestärken und mit ihnen behutsam über gesundheitliche Risiken zu sprechen. Doch danach beginnt ein Alter der Neugier und des Ausprobierens. „Ich war richtig geschockt, als ich mitbekommen habe, dass meine 14-jährige Tochter mit ihren Freundinnen raucht“, erzählt Nicole M. und fragt: „Was kann man da tun?“

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Kindheit und Jugend

Leistungsdruck drückt auch im Kopf. Schulangst – woher sie kommt und wie sie sich zeigt

von Bianca Kahl

Manchmal treibt Celine ihre Eltern fast in den Wahnsinn. Jeden Morgen kommt sie nicht aus dem Bett, ist extrem müde und bummelt lange beim Anziehen. Die Viertklässlerin schafft es nur knapp, rechtzeitig in der Schule zu sein. Am Abend, wenn die Eltern sie dann zeitig ins Bett schicken wollen, klagt sie über Kopfschmerzen und schläft lange nicht ein. Ein Teufelskreis. Oder steckt mehr dahinter?

Wie äußert sich Schulangst?

Bauchweh, Kopfschmerzen, Bummelei – dies alles können Anzeichen von Schulangst sein. Wenn die Beschwerden an freien Tagen wie von Zauberhand verschwunden sind, sollte man aufhorchen.
„Kinder und Jugendliche können nicht so leicht über ihre Gefühle sprechen“, sagt Sigrun [...]

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Mentale Gesundheit

Wenn das Leben zur Last wird. Schritte aus der Depression

von Edda Gehrmann

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Krankheiten stehen als Konversationsthemen hoch im Kurs. Körperliche wohlgemerkt. Leidet die Seele, offenbaren sich die Betroffenen oft nicht einmal ihrem Arzt. Zumal eine Depression von zahlreichen körperlichen Symptomen begleitet wird, für die es in ihren Augen eine „richtige“ - sprich: organische - Ursache geben muss. Die Scham, mit der sich Depressive noch immer quälen, erscheint angesichts der Schwere und Häufigkeit ihrer Erkrankung paradox: Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland haben Depressionen. Sie sind weder eingebildete Kranke noch „verrückt“.

Erst dachte Marie genau wie alle anderen: Schwierige Phasen hat doch jeder mal. Da muss man sich einfach ein bisschen [...]

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Mentale Gesundheit

Winterblues? - Strategien gegen dunkle Gedanken

von Edda Gehrmann

Winterblues? - Strategien gegen dunkle Gedanken

Wenn sich die Sonne in unseren Breiten rarmacht, verändert sich das Lebensgefühl. Die einen freuen sich über Gemütlichkeit und Glühwein, die anderen schleppen sich lustlos durch die oft trüben Tage. Menschen sind unterschiedlich anfällig für jahreszeitlich bedingte Stimmungsschwankungen. Hilflos ausgeliefert sind wir dem „Winterblues“ jedoch nicht.

Unser Befinden ist eng an natürliche Kreisläufe gekoppelt. In der dunklen Jahreszeit bringt mangelndes Tageslicht das Gleichgewicht der Hormone Melatonin und Serotonin durcheinander.  Das eine beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus, das andere hebt die Stimmung. Kommt über die Augen weniger Tageslicht im Gehirn an, steigt die Melatonin-Produktion. [...]

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Mentale Gesundheit

Angst vor Terror zwischen realer Gefahr und Empfinden

von Franka Petzke

Manchester, Berlin, Nizza, Brüssel, Ankara, Istanbul, Paris, London, Stockholm: Alarmierende Nachrichten über Terroranschläge und gewaltbereite Extremisten in Europa haben die Sorgen der Deutschen auf Spitzenwerte getrieben. Laut repräsentativer Umfrage der R und V-Versicherung  zu den "Ängsten der Deutschen 2016" fürchten sich 73 Prozent – 21 Prozent mehr als im Vorjahr -  vor Terrorismus. Er steht damit erstmals auf Platz 1 der wahrgenommenen Bedrohungen. Vor allem die Willkür und  Unberechenbarkeit der Anschläge beunruhigt viele Menschen: Jeden kann es treffen. Nirgendwo scheint man mehr sicher zu sein.  Zwar ist es nicht weniger schlimm, wenn in Syrien, im Irak oder in Nigeria viele [...]

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