Klinik für Gerontopsychiatrie

Schwerpunktmäßig werden in der Gerontopsychiatrie klinisch behandlungsbedürftige ältere Menschen, etwa ab dem 60. Lebensjahr, aufgenommen. Sie benötigen teilweise besondere Behandlungsansätze.

Behandlungsschwerpunkte sind:

  • Demenzen aller Schweregrade mit Verhaltensauffälligkeiten und Tag Nachtrhythmusstörungen
  • Depressionen des höheren Lebensalters  
  • Schizophrene und paranoide Psychosen
  • Anpassungsstörungen im Alter, z. B. nach Verlusterleben oder Konflikten
  • Folgezustände bei Suchtkrankheiten im höheren Lebensalter
  • Angst und Zwangserkrankungen
  • Hirnleistungsstörungen aller Schweregrade

Nach ärztlicher, psychologischer und paraklinischer Diagnostik (Labor, EKG, Röntgen, CCT, MRT, EEG) wird ein individueller Therapieplan festgelegt, der neben Pharmakotherapie ein breites Spektrum an Psychotherapie, Ergotherapie und Physiotherapie (auch zur körperlichen Konditionierung) beinhaltet. Hinzu kommen die Musik- und Logotherapie, das Gedächtnistraining und das Sozialtraining. Das Erlernen von Entspannungsübungen (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation) ist möglich. Lichttherapie und Hypnotherapie gehören darüber hinaus zum therapeutischen Spektrum. Besonders viel Sorgfalt legen wir –in Abstimmung mit den  Hausärzten und sonstigen Fachärzten- auf die Abstimmung aller einzunehmenden  Medikamente unter den Gesichtspunkten von Nebenwirkungen und gegenseitigen Beeinflussungen. Von unserer Chefapothekerin werden wir dabei in wöchentlichen klinischen Visiten unterstützt.

Es wird eine aktivierende Pflege praktiziert und dabei auf milieutherapeutische Behandlungsansätze geachtet. Zum Behandlungskonzept gehören darüber hinaus die Beratung von Patienten und Angehörigen zu sozialrechtlichen Fragen, insbesondere im Zusammenhang mit der Pflegeversicherung.

Als Nachsorge für entlassene stationäre Patienten bieten wir in besonderen Fällen eine ambulante fachärztliche Nachbehandlung an.