Hansestadt Stendal Uchtspringe. Im Salus-Fachklinikum Uchtspringe wird die Tradition der alljährlichen Abstinenzlertreffen weitergeführt: Am Samstag, dem 19. September 2026, sind ehemalige Patientinnen und Patienten der Suchtabteilung wieder herzlich eingeladen, gemeinsam einen Tag des Wiedersehens, des Austausches und der Ermutigung zu erleben. Ebenso willkommen sind Menschen, die aufgrund einer psychisch oder psychosomatisch bedingten Erkrankung zur stationären Psychotherapie in Uchtspringe waren und den Wunsch haben, über ihre Erfahrungen zu reflektieren und ehemalige Mitpatienten wiederzutreffen.
Der 34. Uchtspringer Abstinenzlertag beginnt mit dem Einlass ab 8.30 Uhr in der Cafeteria des Fachklinikums (Haus 2 an der Konrad-Alt-Straße). Um 9.00 Uhr begrüßt die abteilungsleitende Ärztin Dr. med. Annegret Ankerhold die Teilnehmenden offiziell und eröffnet die Veranstaltung. Anschließend wird in Kleingruppen gearbeitet, wo sich die Gäste über ihre persönlichen Erfahrungen austauschen und über Wege zur Stabilität im Alltag sprechen können. Nach dem gemeinsamen Mittagessen steht ein Gastspiel des Theaters der Altmark auf dem Programm: Gezeigt wird das eindringliche Stück „Es ist, was nicht war.“ von Olivier Garofalo. Darin geht es um das oft tabuisierte Thema häuslicher Gewalt, von dem – wie die klinische Erfahrung zeigt - auch viele suchtkranke Menschen in verschiedenen Formen betroffen sind. Am Nachmittag wird zu einer Wanderung durch die Uchtspringer Heide eingeladen – eine Möglichkeit, Bewegung, Naturerleben und Gespräche miteinander zu verbinden. Den Abschluss bildet ab etwa 15.00 Uhr eine Kaffeerunde mit Kuchen in der Cafeteria.
Organisiert wird das Treffen abermals vom Team der suchtmedizinischen Abteilung unter Leitung von Dr. med. Annegret Ankerhold. Damit gut geplant werden kann, bittet das Team um Anmeldung bei Christoph Plock (E-Mail: ch.plock(at)salus-lsa.de) oder Liane Lange-Klingbeil (E-Mail: l.lange-klingbeil(at)salus-lsa.de), ebenso kann man sich telefonisch anmelden unter der Rufnummer 039325 70-2388. Für die gastronomische Betreuung und die kulturelle Begleitung wird ein Kostenbeitrag von 12 Euro erhoben.
Die Tradition der Uchtspringer Abstinenzlertreffen wurde 1987 begründet, konzipiert als Forum der Begegnung und des Erfahrungsaustausches über den abstinenten Umgang mit einer Suchterkrankung (z.B. Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit). Seit einigen Jahren können auch Menschen teilnehmen, die aufgrund einer psychisch oder psychosomatisch bedingten Erkrankung zur stationären Psychotherapie in Uchtspringe waren und den Wunsch haben, über ihre Erfahrungen zu reflektieren und ehemalige Mitpatienten wiederzutreffen.
Kurz informiert: Die Uchtspringer Klinik für Psychotherapeutische Medizin, Psychosomatik und Suchtmedizin verfügt über zwei Abteilungen mit insgesamt 67 Betten. In der suchtmedizinischen Abteilung gibt es Angebote zur qualifizierten Entzugs - und Motivationsbehandlung sowie zur suchtspezifischen Psychotherapie bei Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit sowie bei nicht stoffgebundenen Suchterkrankungen (z. B. Spiel- und Mediensucht). Die psychotherapeutisch orientierte Behandlung verbindet den körperlichen Entzug des Suchtmittels von Anfang an mit gezielter Motivationsbehandlung. Außerdem wird in Uchtspringe eine Substitutionsambulanz für schwer opiatabhängige Patienten geführt, die trotz mehrerer Therapien noch nicht abstinent leben können. Das psychotherapeutische Spektrum umfasst u.a. Neurosen (Ängste, Depressionen, Zwangserkrankungen, Schlafstörungen), Essstörungen (Magersucht, Bulimie), Persönlichkeitsstörungen (Selbstunsicherheit, Kontaktstörungen, Borderline) sowie psychosomatische Krankheiten (z. B. Herzbeschwerden, sexuelle Dysfunktionen, Oberbauchbeschwerden). Ebenso werden Schmerzzustände und organische Krankheiten behandelt, deren Symptome seelisch beeinflusst sind. Seit mehr als zehn Jahren wird in Uchtspringe auch eine spezialisierte Psychotherapie-Station für Menschen im mittleren und höheren Lebensalter – die „50 Plus“ - geführt.
