Fachklinikum Bernburg

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Beziehungen im Mittelpunkt des 2. Bernburger Pflegesymposiums

Brachten sich mit ihrer Expertise in das Programm des Bernburger Pflegesymposiums ein (von links): Marcus Butzmann, Kathleen Holotiuk, Ingo Tschinke, Phoebe Koch, Ulf Boger, Lena Keyal und Romy Rittweg.
Stärkung der psychiatrischen Pflege

Rund 100 Teilnehmende, volle Reihen und ein Thema, das in der psychiatrischen Pflege jeden Tag spürbar ist: Am 2. Juli 2026 fand im Salus-Fachklinikum Bernburg das 2. Bernburger Pflegesymposium statt. Unter dem Titel „Beziehungen im Mittelpunkt“ ging es um personenzentrierte, recovery-orientierte und traumasensible Pflege — und damit um das, was psychiatrische Pflege im Kern ausmacht.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch Pflegedirektorin Kathleen Holotiuk. Sie überbrachte zugleich Grußworte des Geschäftsführers der Salus Altmark Holding, Jürgen Richter, und machte deutlich, welche Bedeutung psychiatrische Pflege für eine gute Versorgung hat — und warum sie fachlich weiter gestärkt werden muss.

Dass das Thema bewegt, zeigte sich nicht nur an der hohen Teilnehmendenzahl. Neben Mitarbeitenden aus dem Fachklinikum Bernburg waren auch Kolleginnen und Kollegen aus weiteren Häusern der Salus Altmark Holding sowie aus externen Einrichtungen angereist, unter anderem aus Halle, Erfurt und Niedersachsen. Besonders wertvoll war dabei der sektoren- und fachgebietsübergreifende Austausch über unterschiedliche Wirkungsfelder hinweg: Die stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung wurde ebenso thematisiert wie Aspekte der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Allgemeinpsychiatrie und der Suchtbehandlung sowie Erfahrungen aus weiteren pflegerischen Bereichen.

Inhaltlich spannte das Symposium einen breiten Bogen. Ulf Boger und Phoebe Koch zeigten, wie das Gezeiten-Modell praktisch angewendet und in Versorgungsstrukturen implementiert werden kann. Ingo Tschinke (Bremen) beleuchtete recovery-orientierte Praxis und Beziehungskontinuität als pflegerische Kernkompetenz. Romy Rittweg machte deutlich, welche Bedeutung Trauma-informed Care in unterschiedlichen Settings psychiatrischer Pflege hat. Ergänzt wurde das Programm durch den Beitrag der Genesungsbegleiterin Lena Keyal, die eine wichtige Erfahrungsperspektive in die Veranstaltung einbrachte.

Gerade diese Mischung aus Fachlichkeit, Haltung und Praxisnähe wurde im Anschluss vielfach positiv zurückgemeldet. Gelobt wurden nicht nur die Vorträge und Workshops, sondern auch die gute Organisation und die Möglichkeit zur Vernetzung. In den Pausen wurde weiterdiskutiert, nachgefragt, verglichen und gemeinsam überlegt, wie sich die Impulse in den eigenen Arbeitsalltag übertragen lassen.

Möglich wurde die Veranstaltung durch die gemeinsame Vorbereitung von Pflegedirektorin Kathleen Holotiuk, Nadine Jügler aus der Assistenz der Pflegedirektion, Tasmin Rudolf, Assistentin des kaufmännischen Direktors, sowie Marcus Butzmann aus der Stabstelle Pflegeentwicklung.

Ein besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden und beteiligten Einrichtungen, die mit ihren Fragen, Erfahrungen und Perspektiven wesentlich zur lebendigen Atmosphäre beigetragen haben. Das 2. Bernburger Pflegesymposium hat gezeigt: Beziehung ist in der psychiatrischen Pflege kein Zusatz, sondern Grundlage professionellen Handelns. Sie schafft Sicherheit, Orientierung, Vertrauen und Entwicklungsmöglichkeiten — für Patientinnen und Patienten ebenso wie für Mitarbeitende. Bei Interesse können Sie das Programm der Veranstaltung hier noch einmal nachlesen.

Auch im kommenden Jahr soll das Bernburger Pflegesymposium wieder stattfinden und den fachlichen Austausch in der psychiatrischen Pflege weiter stärken.