Um sich beruflich zu orientieren, bieten wir u.a. in unserem Fachklinikum Bernburg die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Wie genau das aussieht, was man mitbringen sollte und warum ein FSJ bei uns so spannend ist? Darüber haben wir mit Ausbildungskoordinatorin Christiane Warthmann und FSJ’ler Christoph Herzoggesprochen.
Im Gespräch mit Christiane Warthmann
Was ist ein Freiwilliges Soziales Jahr und warum sollte ich mich dafür entscheiden?
Auf Messen und in Schulen spreche ich mit vielen jungen Menschen, die sich noch nicht sicher sind, wohin ihr Weg gehen wird. Die Berufswahl spielt dabei eine entscheidende Rolle und ist nicht immer leicht zu treffen. Bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr – auch FSJ genannt – haben unsere Freiwilligen die Möglichkeit, den pflegerischen und medizinischen Beruf kennenzulernen. Sie können in den Pflegealltag blicken, Kolleginnen und Kollegen über die Schulter schauen und Teil des Teams werden. Eine super Grundlage, um zu entscheiden, wie der berufliche Werdegang aussehen kann. Viele Freiwillige schließen bei uns im Fachklinikum Bernburg ihre Ausbildung an. Das freut uns immer ganz besonders. Im Regelfall geht ein FSJ zwölf Monate und startet im Herbst, ist aber auch verkürzt auf bis zu sechs Monate möglich.
Ist ein FSJ altersunabhängig möglich?
Nein. Dieses Orientierungsjahr ist für Menschen zwischen 16 und 26 Jahren gedacht. Wenn man aber den Pflegeberuf bei uns kennenlernen möchte, finden wir sicher auch andere Möglichkeiten.
Was sollte ich schon mitbringen und was lerne ich bei einem FSJ?
Mitbringen sollte man vor allem Interesse für die Menschen, die man betreuen wird und ein Stück weit Empathie. Alles andere kann man aus meiner Sicht lernen. In einem FSJ begleitet man im abwechslungsreichen Klinikalltag und lernt die Aufgaben in der Pflege kennen. Bei uns lernt man Geduld, Zusammenarbeit und auch einen Umgang mit herausfordernden Situationen.
Was sind meine Aufgaben und in welchen Bereichen werde ich eingesetzt?
Im Großen und Ganzen übernehmen unsere Freiwilligen hauswirtschaftliche Aufgaben, Hol- und Bringedienste, begleiten unsere Patienten und beschäftigen sich mit ihnen. Sie sind ein vollwertiges Teammitglied und werden von Beginn an einbezogen. Wir haben sehr viele Bereiche. Um herauszufinden, wo die FSJler am besten eingesetzt werden können, führe ich vorher Kennenlerngespräche und wir finden gemeinsam heraus, wo die Interessen liegen und wie wir die Freiwilligen bei ihrer Berufsorientierung unterstützen können. Einige wollen zum Beispiel in den pflegerischen Bereich, andere eher in den psychologischen oder in die Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Wie sind meine Arbeitszeiten?
Als Teil des Teams arbeiten unsere FSJ’lerinnen und FSJ’ler in Früh- und Spätdiensten und auch mal am Wochenende. So lernen sie alle Abläufe kennen.





