Neue Orte entdecken, den Erfahrungshorizont erweitern, kulturelle Vielfalt erleben und soziale Beziehungen stärken: Dass sich Reisen positiv auf unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität auswirken können, ist hinlänglich bekannt. In diesem Sinne gehören sowohl Tagesausflüge als auch mehrtägige Urlaubsfahrten zu den Angeboten, die die Bewohnerinnen und Bewohner in unseren Salus-Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung gern nutzen. Im April 2024 erkundete beispielsweise eine kleine Reisegruppe aus dem Magdeburger Salus-Wohnheim „St. Georgii II“ den Harz. Als „Basislager“ nutzten sie das barrierefreie K6-Hotel in Halberstadt, das auch für Rollstuhlfahrende gut ausgestattet ist.
Erlebnisreich war bereits der Anreisetag: Auf dem Weg nach Halberstadt wurde ein Zwischenstopp bei Mc Donalds eingelegt, um mal Burger, Pommes & Co. zu genießen. Nach der Ankunft im Hotel wurden die Zimmer bezogen, ein Spaziergang in der Umgebung unternommen und anschließend Halberstadt – das Tor zum Harz – erkundet.
Nachdem der nächste Tag zunächst mit einem Weckruf samt Kaffee am Bett und einem ausgiebigen Frühstück vom Büfett begonnen hatte, standen ein Besuch im DDR-Museum Thale und ein individuelles Souvenir-Shopping auf dem Programm. Gegen Mittag ging´s dann weiter zum Hexenritt am Wurmberg, wo in einer gemütlichen Almhütte gespeist und die schöne Aussicht bewundert wurde. Die weitere Reiseroute führte ins Bodetal zum Hexentanzplatz, wo ein Spaziergang durch die Erlebniswelt für viele tolle Eindrücke sorgte, über die sich die Reisenden noch beim Abendessen im Hotel begeistert austauschten.
Beim Frühstück darauffolgenden Morgen stand mit Brigitte Müller erst einmal ein Geburtstagskind im Mittelpunkt: Sie wurde an ihrem Ehrentag mit einem geschmückten Tisch und einem Ständchen überrascht. Dann hieß es „Auf nach Wernigerode!“, wo die Urlauber den Tierpark und die wunderschöne Innenstadt besuchten. Mittags gab es auf Wunsch des Geburtstagskindes Döner, später bei einer Einkehr im Kaffee „Wien“ auch noch Kaffee und Torte. Kulinarischer Abschluss des Tages war wieder das leckere Abendessen im Hotel.
Der traditionelle Weckruf mit Kaffee am Bett und anschließendem Frühstück verfehlte auch am vorletzten Urlaubstag seine Wirkung nicht, so dass die Reisenden gestärkt und munter Richtung Quedlinburg aufbrachen. Hier wurde u.a. bei einer Fahrt mit der Bimmelbahn ein Streifzug durch die Stadt mit ausführlichen Erläuterungen zur Geschichte und Gegenwart unternommen, gefolgt von einer Rast beim Chinesen. Nach Halberstadt zurückgekehrt, standen dann noch einige sportliche Aktivitäten wie Kegeln, Billard und Tischfußball sowie das gemeinsame Abendmahl einschließlich einiger alkoholfreier Cocktails auf dem Programm.
Da auch die schönste Reise einmal zu Ende geht, war nach dem Frühstück am nächsten Morgen das Kofferpacken angesagt. Ihren Heimweg traten die Bewohnerinnen und Bewohnern mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck an: Schließlich hat jede Ecke dieser Welt – so auch der Harz - faszinierende Geschichten über das Leben zu erzählen. Daran teilhaben zu können, ist für Menschen mit Behinderung besonders wichtig, um neue Erfahrungen und Inspirationen zu sammeln, soziale Fähigkeiten weiter zu entwickeln und das Selbstbewusstsein zu stärken. Dazu hat der Frühlingsurlaub im Harz gewiss beigetragen!
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