Fachklinikum Bernburg

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Herzlichen Glückwunsch: Drei neue Praxisanleitungen im Fachklinikum Bernburg

Wissen weitergeben, Sicherheit schaffen, Pflege qualitativ stärken: Im Salus-Fachklinikum Bernburg haben Lara Kaiser, Moritz Brauns und Sabine Wittwer ihre Weiterbildung zur Praxisanleitung erfolgreich abgeschlossen.

Damit übernehmen sie eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des pflegerischen Nachwuchses – nah am Alltag, mit Erfahrung und einem wertschätzenden Blick für die individuellen Lernwege der Auszubildenden.

Praxisanleitungen begleiten Auszubildende während ihrer praktischen Einsätze, vermitteln fachliches Wissen, fördern Selbstständigkeit und reflektieren gemeinsam mit ihnen den Klinikalltag. Gerade in der psychiatrischen Pflege braucht es dafür neben Fachwissen vor allem Empathie, Geduld und Vertrauen.

Im Gespräch mit den neuen Praxisanleitungen

  • Lara Kaiser: „Orientierung und Sicherheit von Beginn an"

    Seit wann sind Sie Teil der Salus und in welchem Bereich sind Sie tätig?

    Ich bin seit September 2021 Teil der Salus. Damals begann ich meine Ausbildung hier. Nach meinem erfolgreichen Examen war ich zunächst zwei Monate im Pflegepool tätig. Seit November 2024 arbeite ich fest auf der gerontopsychiatrischen Station G2 im Fachklinikum Bernburg.

    Warum ist Ihnen die Weiterbildung zur Praxisanleitung wichtig?

    Mir bereitet es Freude, mein Wissen weiterzugeben und zu zeigen, wie vielseitig der Pflegeberuf ist. Da ich selbst vor gar nicht allzu langer Zeit meine Ausbildung hier im Haus absolviert habe, weiß ich genau, welche Herausforderungen, Unsicherheiten und teilweise auch Ängste der Start in die Praxis unabhängig des Einsatzes mit sich bringen kann. Daher ist es umso wichtiger, den Auszubildenden von Beginn an Orientierung und Sicherheit zu geben, um eine individuelle Lernbegleitung zu ermöglichen.

    Was nehmen Sie daraus für Ihre eigene professionelle Haltung mit?

    Die Weiterbildung hat mir noch einmal mehr bewusst gemacht, wie wichtig es ist, das eigene Handeln immer wieder kritisch und konstruktiv zu hinterfragen. Reflexion ist daher nicht nur für die Auszubildenden, sondern für jede Pflegefachkraft essenziell. Eine gute Anleitung ist daher mehr als reine Wissensvermittlung: Sie braucht Geduld, Einfühlungsvermögen und eine wertschätzende Lernkultur.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Ausbildung im Fachklinikum Bernburg – und wie wollen Sie als Praxisanleitung dazu beitragen?

    Für die Zukunft der Ausbildung wünsche ich mir vor allem eines: Zeit. Auszubildende bringen unterschiedliche Lernbedarfe und Lerngeschwindigkeiten mit. Ich schätze mich umso glücklicher, dass mein Team und meine Stationsleitung hier voll hinter mir stehen und mir die dafür erforderliche Zeit im Alltag aktiv einräumen. Als Praxisanleitung möchte ich dazu beitragen, indem ich den Auszubildenden ein sicheres und motivierendes Lernklima entgegenbringe, um sie individuell nach ihren ganz persönlichen Stärken zu fördern.

  • Moritz Brauns: „Der neuen Generation etwas weitergeben“

    In welchem Bereich arbeiten Sie und seit wann?

    Ich arbeite seit meiner abgeschlossenen Ausbildung im März 2023 auf der Station G1.

    Was hat Sie persönlich motiviert, die Weiterbildung zur Praxisanleitung zu machen?

    Ich wollte immer mit Menschen arbeiten und hatte schon in der Ausbildung die Idee, die Weiterbildung zum Praxisanleiter zu machen, um der neuen Generation etwas beibringen bzw. weitergeben zu können.

    Welcher Moment während der Ausbildung war für Sie besonders prägend?

    Die Erfahrungsberichte meiner Kolleginnen und Kollegen in der Weiterbildung haben mir gezeigt, dass die Ausbildung zur Pflegefachperson noch nicht ganz ausgereift ist. Das hat mich in meiner Entscheidung noch bestärkt, die Weiterbildung abzuschließen.

    Wo sehen Sie die größte Chance für die psychiatrische Pflege, wenn mehr Fachkräfte als Praxisanleitung qualifiziert sind – und welche Rolle möchten Sie dabei einnehmen?

    Wenn mehr Fachkräfte Praxisanleitungen wären, könnte natürlich noch intensiver geübt und die Inhalte der Ausbildung stärker vertieft werden. So ist eine professionelle Pflege gesichert.

  • Sabine Wittwer: „Stärken und vertrauensvolle Lernatmosphäre fördern“

    In welchem Bereich arbeiten Sie und seit wann sind Sie bei der Salus?

    Ich bin seit dem 1. September 2026 in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Tagesklinik T8 tätig und seit 2005 im Betrieb.

    Was war für Sie der ausschlaggebende Grund, die Weiterbildung zur Praxisanleitung zu starten?

    Ich habe mich für die Weiterbildung entschieden, weil ich mein Wissen und meine berufliche Erfahrung gerne an Auszubildende weitergeben möchte. Mir ist es wichtig, junge Menschen auf ihrem Weg in den Pflegeberuf zu begleiten, ihnen Sicherheit zu vermitteln und sie in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Ich sehe die Praxisanleitung als eine wichtige Aufgabe, um die Qualität der Pflege zu sichern und die nächste Generation von Pflegefachkräften gut auf ihren Beruf vorzubereiten.

    Welche Inhalte der Praxisanleitung-Ausbildung nehmen Sie für sich besonders mit?

    Besonders wichtig nehme ich mit, wie ich Auszubildende individuell, strukturiert und wertschätzend begleiten kann. Ich habe gelernt, wie wichtig eine gute Kommunikation, regelmäßige Feedbackgespräche und die Reflexion des eigenen Handelns sind. Außerdem möchte ich mein Wissen fachlich fundiert weitergeben und den Auszubildenden Sicherheit im Umgang mit Patientinnen und Patienten vermitteln. Gerade in der Psychiatrie sind Empathie, Geduld, Vertrauen und eine professionelle Haltung besonders wichtig. Mein Ziel ist es, die Auszubildenden zu fördern, ihre Stärken zu erkennen und sie auf ihrem Weg zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Pflegefachkräften zu unterstützen.

    Wie unterstützt Sie die Qualifikation dabei, Auszubildende sicher und wertschätzend durch ihren Alltag in der psychiatrischen Klinik zu begleiten?

    Die Weiterbildung gibt mir das nötige Wissen und die passenden Methoden, um Auszubildende gezielt und individuell anzuleiten. Ich kann Lernziele gemeinsam mit ihnen festlegen, praktische Situationen erklären und ihnen durch regelmäßige Rückmeldungen helfen, sich weiterzuentwickeln. Gerade in der Psychiatrie ist es wichtig, Sicherheit im Umgang mit Patientinnen und Patienten zu vermitteln und auch schwierige Situationen gemeinsam zu reflektieren. Dabei möchte ich eine vertrauensvolle Lernatmosphäre schaffen, in der Fragen erlaubt sind, Fehler als Lernchancen verstanden werden und sich die Auszubildenden ernst genommen und wertgeschätzt fühlen.

     

     

     

     

Ein Gewinn für Klinik und Ausbildung

Mit Lara Kaiser, Moritz Brauns und Sabine Wittwer gewinnt das Fachklinikum Bernburg drei engagierte Praxisanleitungen, die Ausbildung nicht nur organisieren, sondern aktiv mitgestalten. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven mit – von langjähriger Berufserfahrung bis zum eigenen, noch frischen Ausbildungsweg – und verbinden diese mit einem gemeinsamen Ziel: jungen Menschen einen sicheren, fachlich fundierten und menschlichen Einstieg in die psychiatrische Pflege zu ermöglichen.