Hansestadt Stendal/Uchtspringe. Aktuelle Entwicklungen bei der Diagnostik und Behandlung der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) stehen am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, im Blickfeld des diesjährigen MS-Forums der Klinik für Neurologie und Schlafmedizin des Salus-Fachklinikums Uchtspringe. Dazu wird ab 14 Uhr ins Gesellschafthaus des Fachklinikums am Harro-Wendt-Platz eingeladen. Nach der Begrüßung und einem Grußwort des DMSG-Landesverbandes Sachsen-Anhalt folgt ein Programm mit insgesamt vier Fachvorträgen. Anschließend besteht Gelegenheit zum Austausch. Zur Teilnahme kann man sich bei Mandy Paul im Sekretariat der Klinik für Neurologie und Schlafmedizin anmelden (Telefon: 039325 70-4066; E-Mail: m.paul@salus-lsa.de) anmelden. Das detaillierte Programm ist hier abrufbar.
Inhaltlich geht es bei Veranstaltung sowohl um Neuerungen bei der Diagnostik und Therapie als auch um alltagsrelevante Themen wie Ernährung und Schlaf bei Multipler Sklerose. Ebenso wird aufgezeigt, wie eine gezielte Ergotherapie zur Förderung von Selbstständigkeit, Beweglichkeit und kognitiven Fähigkeiten beitragen kann.
Die Veranstaltung wird erneut in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft gestaltet (DMSG). Das Uchtspringer MS-Forum versteht sich als Plattform der Begegnung und des Austauschs zwischen MS-Betroffenen, deren Angehörigen und behandelnden Fachkräften.
Kurz informiert
- Die Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das körpereigene Immunsystem Entzündungsreaktionen in Gehirn und Rückenmark generiert. Sie ist die häufigste Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems.
- Die Diagnose wird vorwiegend im jüngeren Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 gestellt, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind als Männer.
- Die MS verläuft chronisch und meist in Schüben, mitunter auch langsam voranschreitend.
- Da Beschwerdebild, Verlauf und Therapieerfolg von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sind, wird das Leiden auch als „Krankheit mit den 1.000 Gesichtern“ beschrieben. Häufig treten Muskelfunktions- und Gleichgewichtsprobleme, eingeschränktes Sehvermögen, Schwäche und Müdigkeit sowie sensorische Störungen wie Kribbeln oder auch schmerzhafte Mißempfindungen auf.
- Da viele dieser Symptome recht unspezifisch sind und zum Beispiel auch im Rahmen anderer neurologischer Erkrankungen auftreten können, ist die Diagnostik der Multiplen Sklerose anspruchsvoll. Sie erfolgt in der Regel durch eine sogenannte Ausschlussdiagnostik, bei der die Ärzte andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen als Ursache abgrenzen und sich auf verschiedene Untersuchungen stützen.
- Die Krankheitsursache gilt als noch nicht gesichert. Aktuell gehen die Fachleute von einer Kombination aus verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse und chronischen Infektionen aus.
