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Intensiver Austausch und vielfältige Impulse beim Deutschen Pflegetag

Foto: Jan Pauls/Deutscher Pflegetag
Maßregelvollzugszentrum und Fachklinikum Bernburg mit Ausstellungsstand & Vorträgen dabei

Der Deutsche Pflegetag ist der bundesweit wichtigste Kongress, der Pflegefachkräfte, Pflegemanagement, Wissenschaft, Politik und Träger des Gesundheitswesens zusammenbringt. Er dient als Plattform für fachlichen Austausch, Debatten und Praxisinnovationen. Die 12. Ausgabe fand am 5. und 6. November 2025 im hub27 auf dem Messegelände Berlin statt. Die ausverkaufte zweitägige Veranstaltung erlebte mit 10.000 Besucherinnen und Besuchern einen Rekordandrang. Unter den Teilnehmenden waren u.a. Pflegende aller Settings, Auszubildende, Leitungskräfte aus Kliniken und Sozialeinrichtungen sowie Akteure aus Politik und Forschung anzutreffen. Im Fokus des Programms standen drängende Themen wie Strategien gegen den Fachkräftemangel, die Stärkung der Rolle von Pflegefachpersonen in der Primärversorgung, Entbürokratisierung, Qualifizierungs- und Einsatzmodelle sowie die Gestaltung regionaler Versorgungsstrukturen. Mit einem Ausstellungsstand und HotSpot-Vorträgen dabei waren auch Führungskräfte aus dem Maßregelvollzugszentrum Sachsen-Anhalt und aus dem Fachklinikum Bernburg, unterstützt durch das SAH-Personalmanagement. 

Das Veranstaltungsformat umfasste Vorträge, Podiumsdiskussionen, praxisorientierte Workshops und eine Fachausstellung, die Raum für Erfahrungsaustausch, Lösungsansätze sowie für die Vorstellung neuer Produkte und Dienstleistungen boten. Flankiert wurde der Pflegetag durch politische Debatten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bund und Ländern, darunter auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Bei ihrer Rede hob sie die gestiegene gesellschaftliche Wertschätzung für die Pflege hervor und stellte zentrale Reformprojekte ihres Hauses vor. Dazu gehören das Gesetz zur Einführung des Pflegefachassistenzberufs, das 2027 startet, sowie das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege, dass die Eigenverantwortung der Pflegefachpersonen stärkt. Nina Warken sagte: “Wir wollen, dass die Pflege endlich ihr volles Potential entfalten kann. Denn Pflege kann mehr, als sie bisher darf! Ich kann mir vorstellen, wie unbefriedigend es sein muss: Etwas zu können, es aber nicht machen zu dürfen. Das wollen wir jetzt beenden!”, erklärte die Bundesministerin (Mehr dazu.)
Für die Teilnehmenden hielt der Pflegetag nicht nur aktuelles Fachwissen und praxisrelevante Impulse für die tagtägliche Arbeit bereit, sondern bot zugleich die Gelegenheit zur Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen. In diesem Sinne war auch der Salus-Stand stets gut besucht, wo Führungskräfte aus dem Maßregelvollzugszentrum Sachsen-Anhalt und aus dem Fachklinikum Bernburg mit Unterstützung durch das SAH-Personalmarketing ihre Leistungen und Konzepte präsentierten. In seinem HotSpot-Vortrag ging Manuel Böhnke, Pflegedirektor des Maßregelvollzugs Uchtspringe, unter dem Leitmotiv “Besonders anspruchsvoll. Besonders sinnvoll.” auf die Spezifik der Pflege im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und psychiatrischer Behandlung ein. Die Pflegedirektorin des Fachklinikums Bernburg, Kathleen Holotiuk, stellte auf dem Pflegetag das Psychiatrische Vertiefungsjahr vor, in dem sich junge Pflegefachkräfte nach erfolgreich absolvierter Ausbildung in der Pflege psychisch kranker Menschen weiterbilden. Das Konzept wurde im Fachklinikum Bernburg selbst entwickelt und zielt darauf, den Einstieg in die psychiatrische Pflege mit speziellen Schulungen und praxisnaher Begleitung zu erleichtern. 

Anna Katalin Köckritz, Einrichtungsleiterin des Maßregelvollzugszentrums Sachsen-Anhalt, zieht ein durchweg positives Resümee: „Ich werte unsere erstmalige Teilnahme am Deutschen Pflegetag mit einem eigenen Messestand als großen Erfolg. Unser Stand war durchgehend gut besucht. Es bestand ein großes Interesse an den pflegerischen Tätigkeitsfeldern in den Maßregelvollzügen und im Fachklinikum Bernburg.  Daneben konnte die Salus gGmbH als attraktiver Arbeitgeber punkten. Ganz besonders gefreut haben wir uns über die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden aus unseren heimatlichen Regionen wie Stendal, Magdeburg und Bernburg."