Im Salus-Fachklinikum Uchtspringe findet am Mittwoch, dem 25. November 2026, von 14.00 bis ca. 15.30 Uhr der nächste sozialpsychiatrische Sprechtag statt. Inhaltlich geht es diesmal um die Bewältigung von krisen- und konflikthaften Situationen im Behandlungsalltag durch gezieltes Deeskalationsmanagement.
Als Referent und Gesprächspartner steht der erfahrene Gesundheits- und Krankenpfleger Colin Strey zur Verfügung. Er gehört zum Team der ausgebildeten Deeskalationstrainer des Salus-Fachklinkums Uchtspringe, die die Mitarbeitenden regelmäßig zu dieser wichtigen Thematik weiterbilden. Bei der Veranstaltung werden praxisnahe Einblicke in moderne, von Empathie und Beziehungsarbeit geprägte Interaktionskonzepte vermittelt, die dazu beitragen, auch in krisenhaften Momenten des Klinikalltags Ruhe zu bewahren, emotionale Spannungen abzubauen und ein sicheres, vertrauensvolles Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen.
Zum sozialpsychiatrischen Sprechtag, der im Uchtspringer Gesellschaftshaus am Harro-Wendt-Platz ausgerichtet wird, sind psychosozial tätige Fachleute aus Einrichtungen und Institutionen der Region ebenso willkommen wie Angehörige von Betroffenen oder andere interessierte Laien. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung bis zum 20. November 2026 unter der Telefonnummer 039325 70-2205 oder per Mail an m.nahrstedt(at)salus-lsa.de gebeten.
Hintergrund-Information zum Thema: In einem psychiatrischen Krankenhaus werden Menschen in schweren seelischen Krisen behandelt. Bestimmte psychische Erkrankungen wie zum Beispiel akute Psychosen und schwere Traumatisierungen können mit starken Ängsten, Überforderung und Kontrollverlust einhergehen. In solchen Momenten befinden sich Betroffene in einer emotionalen Ausnahmesituation. Manchmal führt die veränderte Wahrnehmung dazu, dass die Umwelt als bedrohlich erlebt wird, was sich in Abwehr- oder sprunghaftem Verhalten äußern kann. Hier setzt modernes Deeskalationsmanagement an. Es geht nicht um das bloße Reagieren auf Konflikte, sondern um eine Haltung, die auf Empathie, Früherkennung und Beziehungsarbeit basiert. Speziell geschulte Fachkräfte wie Deeskalationstrainer vermitteln, wie man bedrohliche Dynamiken möglichst frühzeitig erkennt. Durch eine ruhige Körpersprache, deeskalierende Gesprächsführung und das gezielte Schaffen von Rückzugsmöglichkeiten wird Druck aus der Situation genommen. Ziel ist es immer, Zwangsmaßnahmen zu verhindern, die Würde der Patientinnen und Patienten in der Krise zu wahren und gleichzeitig ein sicheres Arbeitsumfeld für das Klinikpersonal zu schaffen.

