Bernburg. Im Salus-Fachklinikum Bernburg sind Anfang September 14 neue Auszubildende „an Bord“ gegangen, die den Beruf der Pflegefachkraft erlernen möchten. Innerhalb von 2.100 theoretischen und 2.500 praktischen Unterrichtsstunden werden sie in den kommenden drei Jahren das Rüstzeug für ihre künftige Tätigkeit erwerben. Zum Start in das praktische Curriculum absolvierten die Newcomer kürzlich eine Studienwoche, bei der u.a. Grundlagen der Krankenhaushygiene und die Messung von Vitalfunktionen wie Blutdruck, Puls und Körpertemperatur im Blickpunkt standen. Themenbezogene Studientage gehören zur strukturierten Praxisanleitung. Sie dienen in Orientierung am Ausbildungsplan der fachlich-inhaltlichen Vorbereitung auf das weitere Lernen am Krankenbett.
„Wir freuen uns über den erneuten Pflegenachwuchs“, verweist Ausbildungskoordinatorin Mandy Rullert darauf, dass in diesem Jahr wieder alle Lehrstellen im Fachklinikum mit motivierten jungen Menschen besetzt werden konnten. Nachdem im März bereits fünf Jugendliche ihre Pflegeausbildung aufgenommen haben, sei der Jahrgang 2025 mit nunmehr 19 neuen Kolleginnen und Kollegen sehr gut belegt. „Viele von ihnen haben uns bereits vor der Ausbildung kennengelernt und die sinnstiftenden Seiten dieser Arbeit entdeckt – sei es im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Praktikum oder bei den Zukunftstagen“, zeigt Frau Rullert einige der gern genutzten Möglichkeiten zur Berufsorientierung bei Salus auf.
Wie Pflegedirektorin Kathleen Holotik erklärt, genießt die Ausbildung von eigenen Nachwuchskräften im Salus-Fachklinikum Bernburg einen außerordentlich hohen Stellenwert, denn: „Die demografische Entwicklung führt nicht nur zu einem höheren Bedarf an qualifizierten Pflegeleistungen. Vielmehr stellen wir uns auch darauf ein, dass ein Teil unserer erfahrenen Fachkräfte in den kommenden Jahren das Rentenalter erreicht und aus dem Arbeitsleben ausscheidet“, zeigt Frau Holotiuk die Herausforderungen auf. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass die Ausbildung im eigenen Hause von Anfang an auf Besonderheiten der psychiatrischen Pflege vorbereitet. „Insgesamt entsprechen die Ausbildungsinhalte natürlich voll und ganz der generalistischen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe der Krankenpflege. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung besteht dann die Möglichkeit, das Wissen und die Erfahrung in der psychiatrischen Pflege strukturiert und umfassend auszubauen“, verweist Frau Holotiuk auf das gerade neu konzipierte Psychiatrische Vertiefungsjahr.
Der nächste Ausbildungsbeginn zur Pflegefachkraft im Salus-Fachklinikum Bernburg ist am 1. März 2026, Bewerbungen sind jederzeit möglich. Für Fragen zur Pflegeausbildung und zur beruflichen Orientierung im Salus‐Fachklinikum Bernburg steht Ausbildungskoordinatorin Mandy Rullert gern zur Verfügung. Telefon: 03471 34‐4422, E‐Mail: m.rullert@salus‐lsa.de.
Entsprechend den Regularien des Pflegeberufereformgesetzes führt die dreijährige Ausbildung zum Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Bei der theoretischen Pflegeausbildung kooperiert das Salus-Fachklinikum Bernburg mit dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Magdeburg sowie mit dem AMEOS Bildungsinstitut „Albert Schweitzer“ Aschersleben. Die praktischen Anteile werden auf der Grundlage eines fundierten Ausbildungsplanes in allen Abteilungen des Salus-Fachklinikums Bernburg sowie bei regionalen Kooperationspartnern vermittelt.
Im Salus-Fachklinikum Bernburg sind rund 640 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, mehr als die Hälfte davon im Pflegedienst. Berufliche Wirkungsfelder für Pflegefachpersonen gibt es im stationären, tagesklinischen und ambulanten Bereich. Auf Basis einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Pflegefachkraft bieten sich hier zahlreiche Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, so zum Beispiel in der psychiatrischen Fachpflege oder in einem pflegerelevanten Studium.
