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Pflegeassistenz auf Samtpfoten: Barny, Morle & Paula stiften Freude, Zuwendung und Trost

Paula spürt, wenn es jemandem aus ihrem menschlichen Freundeskreis im Altenpflegeheim Uchtspringe nicht gut geht. Dann springt sie auch schon mal ins Bett, um Zuwendung und Trost zu spenden.
Morle (Bild oben) und Barny sind im Salus-Seniorenzentrum „St. Georgii“ Magdeburg zu Hause. Viele Bewohner*innen haben sie ins Herz geschlossen – den Beiden geht es hier richtig gut.
Morle und Barny sind Geschwister.
Warum Katzen dem Menschen gut tun und auch in der Salus-Altenpflege gern gesehene Mitbewohner*innen sind

Katzen sind die beliebtesten Haustiere Deutschlands und haben sogar einen eigenen Aktionstag: Jedes Jahr am 8. August wird der internationale Weltkatzentag begangen, an dem Menschen das Zusammenleben mit ihren Tieren feiern. 
Dass Katzen dem Menschen auf verschiedene Weise guttun können, ist auch in den Salus-Einrichtungen der Altenpflege tagtäglich zu beobachten: Im Seniorenzentrum „St. Georgii“ Magdeburg sind es Barny und Morle, die den Alltag von Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden beleben und aufheitern. Und im Altenpflegeheim Uchtspringe ist mit der anschmiegsamen Paula eine vierbeinige Pflegeassistentin unterwegs, die zu Wohlbehagen und Freude beiträgt.    

„Einige Bewohner hatten früher selbst Tiere und fühlen sich im Kontakt mit Paula an schöne Zeiten erinnert“, zeigt die Uchtspringer Pflegedienst- und Einrichtungsleiterin Jeanette Isenthal einen emotional positiven Aspekt auf. Das weiche Fell, die Wärme des Tieres, sein Maunzen und Schnurren beim Kuscheln erobern oftmals das Herz des hochbetagten Menschen und zaubern ein Lächeln ins Gesicht. „Paula hat auch ein gutes Gespür dafür, wenn es jemandem nicht gut geht. Sie sucht dann die Nähe, kommt zum Kuscheln, ist vorsichtig und sanft. Manchmal findet sie sich sogar als stille Begleiterin am Bett von Sterbenden ein, legt sich zu ihnen und strahlt tröstliche Beruhigung aus“, bestätigt Jeanette Isenthal eine Erfahrung, die sich weltweit in vielen anekdotischen Schilderungen über das Verhalten von Katzen wiederfindet. Zu einer gewissen Berühmtheit gelangte im Jahr 2007 der Kater Oscar in einem amerikanischen Altersheim, dem die Fähigkeit zur Vorahnung des bevorstehenden Todes von Menschen zugeschrieben wurde.  Einem Artikel des „New England Journal of Medicine“ zufolge wandte sich Oskar den Betroffenen einfühlsam zu, noch bevor Pflegekräfte auf Anzeichen des nahenden Todes aufmerksam wurden. Wissenschaftliche Beweise für solche besonderen Fähigkeiten gibt es nicht. Man kann also skeptisch sein oder daran glauben …

Zurück in die Salus-Altenpflege:
Auch das Team im Seniorenzentrum „St. Georgii“ Magdeburg ist schon vor vielen Jahren „auf die Katz“ gekommen. Angefangen hatte es einst mit der sanftmütigen Sissi, deren Besitzerin 2009 nach einem Schlaganfall in der Einrichtung aufgenommen wurde. Da Sissi im Leben der pflegebedürftigen Seniorin so ziemlich das Liebste war, durfte die Katze bei ihr bleiben. „Das hat sich als Bereicherung für unsere Bewohner und Pflegekräfte herausgestellt“, erinnert sich Pflegedienst- und Einrichtungsleiterin Dagmar Walter noch gern an diese Erfahrungen. „Daran wollten wir auch anknüpfen, nachdem Sissi leider verstorben war. Einer Mitarbeiterin begegneten schließlich die Geschwister Barny und Morle, die in ihrem damaligen Haushalt nicht gut versorgt waren und ein neues Zuhause brauchten. Die Beiden leben bis heute bei uns und gehören einfach dazu“, freut sich Dagmar Walter immer wieder, wenn sie Mensch und Tier in trauter Gemeinsamkeit beobachtet: „Da geht mir manchmal richtig das Herz auf.“   
Längst haben sich auch alle Maßnahmen, die z.B. mit der artgerechten Versorgung und Haltung der Tiere, hygienischen Vorkehrungen, Tierarztbesuchen und Impfungen verbunden sind, bestens eingespielt: „Barni und Morchen haben verlässliche Bezugspersonen, die sich um sie kümmern, und einen festen Platz im Heim, wo ihr Rückzugsort ist.“
Zu beachten ist bei der Einbeziehung von Katzen wie Paula, Barny und Morle in den Pflegealltag natürlich auch, dass nicht alle Menschen Tierfreunde sind. Auf Ängstlichkeiten oder mögliche Allergien Rücksicht zu nehmen, gehört bei der Haltung der vierbeinigen Pflegeassistenten dazu. Manchmal kann man dabei sogar auf den Instinkt der Tiere vertrauen: Paula in Uchtspringe jedenfalls weiß ziemlich genau, von wem sie Zuwendung und vielleicht ein Leckerli zu erwarten hat – und von wem nicht. Den Letzteren geht sie lieber gleich aus dem Weg und hält Abstand.