Fachklinikum Uchtspringe

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Für einen Start nach Maß: Wie neue Mitarbeitende gut "an Bord" kommen

Onboarding im Blickfeld einer Klausurtagung des Pflegedienstes im Salus-Fachklinikum Uchtspringe

“Gut begonnen ist halb gewonnen!” heißt es in einem Sprichwort, das auch bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zutreffend ist: Wenn es gelingt, in der Onboarding-Phase eine klare Struktur, Vertrauen und das Gespür für grundlegende Abläufe zu vermitteln, wird damit der Weg für ein konstruktives Miteinander und die berufliche Handlungsfähigkeit der neuen Mitarbeitenden geebnet. Ganz in diesem Sinne fand kürzlich im Salus-Fachklinikum Uchtspringe eine Klausurtagung des Pflegedienstes mit verschiedenen Workshops statt. Die Stationsleitungen, deren Stellvertretungen und die Abteilungsleitungen wandten sich praxisbezogenen Themen der Einarbeitung zu. Die Veranstaltung auf Einladung von Pflegedirektorin Sandra Voigtländer wurde begleitet von dem erfahrenen Referenten, Coach und Trainer Hugo Körbächer, zu dessen Arbeitsschwerpunkten u.a. Führungs- und Teamentwicklungsworkshops für gemeinnützige Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens gehören. Lesen Sie nachfolgend, worum es in den Workshops ging:

Führungskräfte-Kit für die Einarbeitungsphase
Hochmotiviert, maximal lernbereit - und unsicher: Viele von uns kennen das persönliche Befinden, das uns anfangs in einem neuen Job begleitet. Eigentlich wissen wir ja, was wir “drauf” haben - aber wird es auch in diesem Umfeld passen?! Wie Führungskräfte darauf eingehen und den Einstieg fördern können, stand im Fokus eines Workshops, der von Diana Schniedermann (Stationsleiterin 58F; Klinik für KJPPP 2) und Kristin Timme (stellv. Stationsleiterin 6C/D; Klinik für Allgemeinpsychiatrie) moderiert wurde. Sie stellten die Ergebnisse einer Projektarbeit vor, die sie im Rahmen ihrer Stationsleitungsqualifikation erarbeitet haben: Das Führungskräfte-Kit, das im Verlauf der Klausurtagung diskutiert und ergänzt wurde, ist ein Leitfaden mit Checklisten, Kommunikationsvorlagen und anderen Tools, der die entscheidenden Tage und Wochen der Einarbeitung von neuen Mitarbeitenden strukturiert. Die Präsentation und die anschließende Diskussion machte u.a. deutlich, wie wichtig klare Informationen, geordnete Einarbeitungsphasen und frühe Feedbackschleifen sind. Alle Referenten erhielten Blumen als kleines Dankeschön - und Herr Körbächer eine Altmarkkiste.  

Evaluation und Ergänzung der Onboarding-Schulungsreihe
In einem weiteren Workshop evaluierten Sandra Voigtländer (Pflegedirektorin) und Andrea Leißner (Stabsstelle Pflegeentwicklung) eine im Jahr 2025 erfolgreich eingeführte, modular angelegten Onboarding-Schulungsreihe für neue Mitarbeitende. Dabei wurde deutlich: Das Konzept ist tragfähig, die Pilotphase förderte jedoch auch konkrete Verbesserungspotenziale zutage, so zum Beispiel im Hinblick auf die zeitliche Gestaltung sowie auf die Erhöhung der Praxisbezogenheit und Bereichsspezifik. Angedacht ist außerdem, das Schulungsformat unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von berufserfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterzuentwickeln.  

Leistungseinschätzung in der Probezeit
Im dritten Workshop wurde die Leistungseinschätzung während der Probezeit thematisiert. Es entstand ein gemeinsames Verständnis dafür, welche Beurteilungskriterien in Bezug auf das Team, andere Berufsgruppen und Patienten aussagekräftig sind und wie Feedbackgespräche so geführt werden können, dass sie entwicklungsfördernd sind. Coach Hugo Körbächer moderierte diesen Teil und half, Bewertungsinstrumente zu konkretisieren und verbindliche Review Zeitpunkte zu definieren.

Wert für die Führungspraxis
“Unsere Klausurtagung hat wertvolle Erkenntnisse für die Führungspraxis hervorgebracht”, resümiert Pflegedirektorin Sandra Voigtländer. “Besonders stolz bin ich auf die Präsentation der Projektergebnisse der Stationsleitungen Diana Schniedermann und Kristin Timme in diesem Kreis und die sehr interaktive Beteiligung aller Leitungen an unserer Klausurtagung. Damit kam das ausgeprägt hohe Interesse an der Weiterentwicklung unserer Einarbeitungsprozesse zum Ausdruck.“ Die Klausurtagung wurde einige Tage später noch durch Kommunikationstrainings mit Herrn Hugo Körbächer für die pflegerischen Leitungen und das Team der zentralen Praxisanleitung ergänzt.