„Lea macht Mut“
Welche Ziele verfolgt die tiergestützte Therapie?
Im Mittelpunkt stehen nicht nur Beschäftigung und Spaß, sondern auch Selbstwirksamkeit, Konzentration und emotionale Stabilisierung. Kinder erleben: Ich kann etwas, ich schaffe das, ich darf mich etwas trauen. Genau das stärkt laut Frau Kersching das Selbstbewusstsein.
Was lernen die Kinder außerdem?
Die Ergotherapeutin erklärt: “Auch der richtige Umgang mit dem Hund gehört dazu: Körpersprache lesen, Rücksicht nehmen, Geduld haben und Grenzen akzeptieren. Wer Lea begegnet, lernt also ganz nebenbei auch soziale Fähigkeiten und Achtsamkeit im Umgang mit anderen Lebewesen.”
„Auch Pausen sind wichtig“
Weil Therapie mit Hund für Lea anstrengend ist, ist sie nicht jeden Tag dabei. Das Team achtet bewusst darauf, dass sie sich zurückziehen und ausruhen kann. Denn tiergestützte Therapie funktioniert nur dann gut, wenn auch das Tier geschützt wird und sich wohlfühlt.
Ein starkes Team
Karola Kersching betont, dass die Arbeit mit Lea nur im Zusammenspiel mit dem gesamten Team gelingt. Austausch, Vertrauen und gemeinsame Haltung sind dafür entscheidend. Lea ist dabei oft der besondere Funke, der etwas in Bewegung bringt – bei den Kindern, aber auch im Team selbst.
„Lea bringt die Kinder und Jugendlichen oft wieder ins Handeln – und manchmal auch ein Stück näher zu sich selbst.“
So bringt Karola Kersching die Wirkung der tiergestützten Therapie auf den Punkt.
Ausbildung als Therapiebegleit-Hund in der Ergotherapie
Lea war 2019 und 2020 zunächst als Besuchshund in der Tagesklinik Dessau. Die Ausbildung haben sie und Karola Kersching am Therapie- und Ausbildungszentrum TAZ in Magdeburg absolviert und sind seit 2023 ein zertifiziertes Team. Die Arbeit mit Lea basiert auf einer gezielten Ausbildung und klaren Schutz- und Qualitätsstandards. Die Ausbildung umfasst Besuchsstunden, Grundgehorsam, Prüfungen zur Eignung als Therapiebegleithund und praktische Einsätze in verschiedenen Einrichtungen. Entscheidend sind zudem regelmäßige Wesensprüfungen, die gesundheitliche Betreuung (Impfungen, Parasitenprophylaxe) und verbindliche Regeln zum Tier- und Patientenschutz, damit Hund und Mensch sicher und respektvoll zusammenarbeiten können.