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Wenn aus einer Karte Freundschaft wird

Ein gemeinsames Ritual, auf das sich gefreut wird: die Frauen und Männer der Eingliederungshilfe erhalten ihre Post und lesen in gemütlicher Runde.
Karten, Briefe und Selbstgebasteltes: die Postzustellungen bieten immer wieder kleine Überraschungsmomente für die Bewohnenden.
Ein kleiner Gruß, ein paar liebe Worte und manchmal beginnt daraus etwas ganz Besonderes: eine Freundschaft, die bleibt. In der Salus-Eingliederungshilfe in Gardelegen erleben viele Bewohnende genau das.

Zum heutigen Tag der Freundschaft blicken wir auf eine besonders schöne Entwicklung in unserer Eingliederungshilfe Gardelegen, wo im Rahmen der “Post mit Herz”-Aktion seit ein paar Jahren feste Brieffreundschaften entstanden sind.

Was ursprünglich als einmaliger Gruß zu Weihnachten oder Ostern gedacht war, hat sich für einige unserer Bewohnenden zu einem langjährigen Briefkontakt entwickelt. Menschen, die sich vorher nie begegnet sind, teilen auf Papier Gedanken, Sorgen, Alltägliches und wachsen so über die Zeit zusammen.

Längst gehören die Postzustellungen in Gardelegen zu den kleinen Glücksmomenten für die Frauen und Männer. Briefe und Karten werden in Ordnern liebevoll gesammelt und in gemeinsamer Runde zusammen mit dem betreuenden Fachpersonal beantwortet. Ein Ritual, auf das sich alle freuen und für die Schreiberlinge immer wieder neue Impulse gibt, kreativ zu sein und eigene Gedanken auf Papier zu bringen.

Ein Beispiel ist Andrea, die seit über drei Jahren mit ihrer Brieffreundin Ida-Lotta schreibt. „Ich erzähle Ida-Lotta aus meinem Alltag; z.B. von Ausflügen oder was es bei uns Leckeres zu essen gab“, erzählt sie begeistert.

Auch die Fachbereichsleiterin der Eingliederungshilfe, Dr. Sabine Dutschko, ist von dem positiven Effekt der Brieffreundschaften überzeugt: „Unsere Bewohnenden erfahren durch diese Brieffreundschaften, dass sie gesehen und gehört werden – unabhängig von ihrer Lebenssituation. Das stärkt das Selbstwertgefühl und schafft echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Gerade in Zeiten, in denen vieles schnell und digital läuft, sind solche handgeschriebenen Briefe ein Schatz. Sie schaffen Nähe, Vertrautheit und für viele unserer Bewohnenden sind sie eine wichtige emotionale Stütze im Alltag.