Bernburg. Das Veranstaltungsprogramm anlässlich des 150jährigen Bestehens des Psychiatrie-Standortes Bernburg wird am Samstag, dem 8. November 2025, mit einer Jubiläumstagung zur Historie abgeschlossen. Im Blickfeld stehen Geschichte und Geschichten von den Anfängen der psychiatrischen Versorgung bis in die heutige Zeit. Dabei wird auch auf Aspekte der baulichen Entwicklung sowie auf Visionen für die Weiterentwicklung der medizinisch-therapeutischen Konzepte eingegangen.
Zu der Veranstaltung, die um 10:30 Uhr im Haus „Neuendorff“ beginnt, sind Fachleute, ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere geladene Gäste ebenso herzlich willkommen wie Interessenten aus der Region. Musikalisch begleitet wird das Programm vom Rossini Quartett aus Magdeburg. Mit Grußworten werden sich der Aufsichtsratsvorsitzende der Salus Altmark Holding Wolfgang Beck (Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt) sowie der Landrat des Salzlandkreises Marcus Bauer einbringen. Für das Impulsreferat zum Thema „150 Jahre Psychiatrie in Bernburg – Geschichte und Geschichten“ konnte der renommierte Experte Prof. Dr. med. Ekkehard Kumbier gewonnen werden. Er leitet an der Universitätsmedizin Rostock den Arbeitsbereich zur Geschichte der Medizin und ist Sprecher des Referats Geschichte der Psychiatrie der Fachgesellschaft DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde). Nach dem Mittagsbüfett besteht Gelegenheit zum Besuch der Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ sowie der aktuellen Ausstellung zur Krankenhausgeschichte.
Zur Teilnahme an der Jubiläumstagung kann man sich im Sekretariat der kaufmännischen Direktion anmelden. Ansprechpartnerin ist die organisatorische Leiterin Cornelia Barnebeck (Telefon: 03471 34-4364; E-Mail: c.barnebeck(at)salus-lsa.de).
Das ausführliche Programm ist als Flyer hinterlegt sowie online hier abrufbar.
Kurz informiert: Ausstellung zur Krankenhausgeschichte
Dem 150-jährigen Bestehen des psychiatrischen Krankenhauses Bernburg ist eine Ausstellung gewidmet, die in der Kapelle auf dem Klinikgelände besichtigt werden kann. Auf zwölf Informationstafeln lassen sich wichtige Kapitel der wechselvollen Entwicklung von der einstigen Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke zum modernen Therapiezentrum für psychische Gesundheit heutiger Prägung nachvollziehen.
Chronologisch werden sowohl Aspekte der baulichen Geschichte des Hauses als auch Veränderungen in den medizinisch-therapeutischen Konzepten aufgezeigt. Dabei steht zugleich das Wirken der Direktoren und Direktorinnen im Blickfeld, die in den verschiedenen Epochen maßgeblichen Einfluss auf die Fortschritte im klinischen Profil genommen haben. Die Konzeption und inhaltliche Erarbeitung der Ausstellung zur Krankenhausgeschichte erfolgte durch die renommierte Historikerin Dr. Ute Hoffmann, die vor ihrem Ruhestand mehr als 35 Jahre die Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg geleitet hat. Dort können sich Besucherinnen und Besucher der aktuellen Jubiläumsausstellung vertieft über das dunkelste Kapitel der Krankenhausgeschichte informieren.
Die Ausstellung in der Kapelle des Salus-Fachklinikums Bernburg kann täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden, auch an den Wochenenden. Interessenten werden gebeten, sich vor ihrem Besuch an der Pforte des Fachklinikums oder im Sekretariat des Kaufmännischen Direktors bei Cornelia Barnebeck (Telefon: 03471 34-4364; E-Mail: c.barnebeck(at)salus-lsa.de) zu melden, damit der Zutritt gewährt werden kann. Geöffnet wird die Ausstellung auch nach jeder Veranstaltung, die im Rahmen des Jubiläumsjahres 2025 stattfindet. Den Überblick dazu finden Sie hier. Flankierend zur Exposition über die Krankenhausgeschichte wird in der Kapelle auch die Salus-Wanderausstellung „Wenn Erinnerung in Stücke zerfällt“ gezeigt. Sie informiert u.a. über demenzielle Erkrankungen sowie die Geschichte der ersten Alzheimer-Patientin Auguste Deter, die vor mehr als 100 Jahren von dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer dokumentiert wurde. Außerdem wird anhand prominenter Fallbeispiele ein Eindruck über individuelle Verlaufsformen und Lebensschicksale vermittelt.


